29. Lindau Klassik 2026

banner
gute-laune-team01
Zeigten beste Laune am Sonntagmorgen, 28. Juni 2026, auf der Lindauer Insel an der Hafenpromade, dem Starterplatz der Lindau Klassik Rallye.

Heiß, heißer, am heißesten

Am Sonntag, den 28. Juni 2026, hat die Lindau Klassik zum 29. Mal stattgefunden. Die traditionelle Klassiker-Rallye, die von der Lindauer Insel im Bodensee startet, gehört längst zu den festen Größen des Auto- und Motorsportclubs Scuderia Lindau und zugleich zu den besonderen Veranstaltungshöhepunkten der Stadt Lindau. Der Lindauer Hafen und dessen Promenade sowie die Berge im Hintergrund bieten dazu eine der grandiosesten Kulissen, die man sich vorstellen kann. Jedoch war es sehr heiß. Laut Deutschem Wetterdienst war das vergangene Hitze-Wochenende, das heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Bekanntermaßen verfügen die historische Karossen nicht über eine Klimaanlage und deren Motoren sind auch meist etwas empfindlicher, so dass die Hitze schon eine Belastung für Mensch als auch Maschine darstellte. Doch da muss man durch als echter Motorsport-Enthusiast, wie auch geschehen.

scuderia-lindau-check-in-team
Früh am Morgen (links: Christina Zell - Mitte: der legendäre Doc Fisch, rechts: Karola Lang - stehend: Rallye Routenplaner Martin Zell): Sie sind bereit für das Teilnehmer Check-In. Das beliebte Eiscafé Graf war der wichtigste Anlaufpunkt des Morgens. Einchecken als registrierter Teilnehmer, angeben ob es sich auch um das angemeldete Fahrzeug handelt und die Startnummer abholen. Beim Graf konnten die Starter noch ein Kaffee und Croissant zu sich nehmen und erstmal entspannt ein Plauderchen halten. Für uns eine gute Gelegenheit uns als Medienteam vorzustellen und Visitenkarten zu verteilen.

Lakeside Cinematics mit vier Teammitgliedern dabei

Wir, Lakeside Cinematics, waren mit vier Teammitgliedern (Chef Levi, Redakteur Michael, Fotograf Silvan und Assistenz Diana) dabei und haben das Event von 7 Uhr morgens bis 21 Uhr abends begleitet. Pausen gab es für uns so gut wie keine, sodass wir gut zwölf Netto-Stunden im Einsatz waren. Ziemlich k. o., aber glücklich, haben wir den Tag mit einer ersten groben Sichtung des von uns produzierten Medienmaterials abgeschlossen. Wie immer zeigen wir Fotos und einige Videos direkt in unserem nachfolgenden Bericht. Darüber hinaus stellen wir das Material auch in unserer Fotogalerie bereit – kostenfrei, in höchster Auflösung und ohne jegliche Werbung zum Herunterladen. 

ernst-und-markus
Gut drauf am Morgen, kurz vor sieben: Ernst Laufer und Mäx (Markus) Gapp schon gut vorbereitet, bevor das Spektakel losgeht. Ernst ist der 1. Vorstand und Mäx ist Sportleiter der Scuderia Lindau. Ernst ist der Moderator sowohl beim Start als auch beim Ziel. Er stellte jeden Starter und Wagen dem anwesenden Publikum vor.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team

Vorwort

Wer unsere Berichte aus der Vergangenheit kennt, weiß: Wir verstehen uns nicht als Chronisten nackter Zahlen, Daten und Fakten. Selbstverständlich gehören gewisse Angaben dazu. Unser redaktioneller Blick gilt jedoch vor allem den Geschehnissen und Eindrücken, den Momenten am Rande sowie den Menschen, die ein solches Ereignis mit Leben befüllen. Wir kratzen nicht nur an der Oberfläche, sondern erzählen wie es sich angefühlt hat, vor Ort dabei gewesen zu sein. Ergänzt mit vielen Bildern, die den Tag noch einmal lebendig werden lassen. So ist auch unser neuer Bericht wieder eine Einladung dazu, einzutauchen in die Atmosphäre eines besonderen Tages, in seine Emotionen, seine Begegnungen und in jene Ereignisse, die in keinem Ablaufplan standen. Wer uns auf dieser Reise begleiten möchte, sollte sich daher ein wenig Zeit nehmen. In diesem Sinne wünschen wir viel Freude beim lesen.

porsche-hafeneinfahrt
Ganz allein steht er noch da, weil einer der ersten die morgens ankamen: Der wunderschöne rote Porsche 356 Speedster vor der atemberaubenden Kulisse der Lindauer Hafeneinfahrt. Eine Lindauer Möve im Hintergrund rundet das Foto noch ab.
roland-erste-reihe
Gleich beide Daumen hoch: Roland, ein guter Freund von uns, in der ersten Reihe beim Bayrischen Hof an der Lindauer Seepromenade. Er hatte mit seiner Frau als Zuschauer des Spektakels den besten Platz am Platze errungen und konnte so das Geschehnis, bei parallelem Frühstück, perfekt genießen.

Ein Ereignis mit eigenem Herzschlag

Die Lindau Klassik, veranstaltet von der Scuderia Lindau, ist kein „Geschehen“ wie manch anderes. Sie ist weit mehr als ein bloßes Aufeinandertreffen historischer Fahrzeuge. Zum einen ist das Event natürlich ein Meet & Greet der Szene aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Klassiker-Veranstaltung hat vor der Abfahrt durchaus den Charakter eines Oldtimer-Treffens. Ein Treffpunkt für Benzingespräche, staunende Blicke, glänzende Karossen und jene besondere Mischung aus Chrom, Patina und Erinnerungen, die auch zahlreiche Lindauerinnen und Lindauer sowie Urlaubsgäste anlockt. Allerdings sind die Zeitzeugen der Mobilgeschichte nicht allein deshalb gekommen, um nur bewundert zu werden. Sie wollen hinaus auf die Straße, wollen bewegt, gelenkt und gehört werden. Spätestens wenn die Motoren erwachen, das Roadbook griffbereit liegt und die ersten Teams durch den Startbogen rollen, verändert sich die Szenerie. Aus der gemütlichen Ausstellung automobiler Schönheiten wird eine dynamische Veranstaltung mit eigenem Herzschlag; Spannung, Bewegung und ein Hauch von Abenteuer.

abfahrt19
Ein tolles Team: Junge Lady am Steuer, begleitet von einem Seniorfahrer. Da kann nichts mehr schief gehen. Den Spaß an der Sache kann man ihnen jedenfalls deutlich ansehen.

Eine bunte Mischung von Fahrzeugen und Teams

Sechsundsechzig automobile Legenden machten sich vom Lindauer Hafen aus auf den Weg, um die knapp 200 Kilometer lange, abwechslungsreiche Route durch Dörfer und Täler, über sanfte Hügel und aussichtsreiche Höhen zu bewältigen. Die Modell-Mischung der antretenden Chromjuwelen war dabei genauso bunt wie die Lacke der Karossen selbst. Vom knapp 100 Jahre alten Vorkriegsmodell, Baujahr 1928, bis zum sogenannten Youngtimer, der jüngste mit Baujahr 1994, war von A-Z querbeet alles dabei, was die Nostalgie der guten alten „Blechschätze“ wieder aufleben lässt. Von A-Z bedeutet, dass folgende Automarken, teilweise Herstellerlegenden, an den Start gegangen sind: Alfa, Alvis, Audi, Bentley, BMW, Buick, Chevrolet, Fiat, Ford, Jaguar, MB, Mercedes, MG, Morgan, Morris, Porsche, Renault, Riley, Rolls Royce, Skoda, Triumph, Volvo und VW. Doch nicht nur die Klassiker selbst erzählen Geschichte. Auch die Menschen hinter den Lenkrädern tragen ihre ganz eigenen Kapitel dazu bei: Erfahrene Fahrerinnen und Fahrer, genauso wie jüngere Teams, zum Teil der Nachwuchs aus motorsportbegeisterten Familien oder Nachfahren ehemaliger Rennfahrer. So war zu beobachten, dass erstaunlich viele junge Teilnehmerinnen und Teinehmer bei der Lindau Klassik Rallye mitfuhren.

reih-und-glied-mit-eis
Das Eis links im Bild steht symbolisch für den heißen Tag. Frühmorgens war es zwar noch nicht ganz so extrem. Eine frischer, böiger Wind blies einem um die Ohren und er kühlte ein wenig. Doch das ändert sich, der Sonntag wurde später noch sehr heiß.
asiatische-fangruppe
Gerade zu Besuch im internationalen Lindau: Diese junge asiatische Truppe, die gerade am joggen war, wurde vollkommen überrascht von dem was da am Morgen unverhofft in Lindau am Hafen los war. Sie sind schier ausgeflippt und hüpften fast vor Freude in ihrer Begeisterung von den Blechen, die nacheinander auf der Lindauer Hafenpromenade eintrudelten. Sie kennen so etwas nicht aus ihrer Heimat, haben sie mir erzählt als ich nachfragte.
lindau-klassik-besucher
Gegen 8:30 Uhr: Ein ziemlicher Rummel rund um die historische Karossen. Über das Besucherinteresse kann sich die Scuderia Lindau nicht beklagen. Stellenweise wurde es sehr voll an der Promenade des Lindauer Seehafens. Viele nutzen auch die Gelegenheit ein schönes Foto zu machen mit einem Klassiker und der wunderbaren Hafenkulisse.
meine-mam-hanni
Meine Mutter bestand selbstverständlich auch auf eine Ablichtung von mir neben einer schicken Karosse, einem ihrer Lieblinge; ein Porsche in rot.

Start frei am Lindauer Hafen

Pünktlich um 9:01 Uhr war es dann so weit: Der Start der 29. Lindau Klassik wurde eröffnet. Ab diesem Moment rollten die automobilen Klassiker im Minutentakt durch den Startbogen am Lindauer Hafen, Höhe Bayrischer Hof. Einer nach dem anderen, jedes Fahrzeug mit seiner ganz eigenen Geschichte, seinem eigenen Klang und Charakter. Was zuvor noch wie ein gemütliches Oldtimer-Treffen am Hafen gewirkt hatte, verwandelte sich nun Schritt für Schritt in eine dynamische Rallye-Szenerie. Motoren wurden gestartet, Beifahrer warfen letzte prüfende Blicke ins Roadbook, Fahrer richteten sich konzentriert hinter dem Lenkrad ein, und für einen kurzen Moment lag vor jedem Team diese besondere Mischung aus Vorfreude, Anspannung und Abenteuerlust in der Luft. Dann ging es hinaus auf die Strecke. Vorbei an den Zuschauern und winkenden Händen, sowie massenweise gezückten Handys. Den Startbogen hindurch knatternd machten sich die Karossen auf den Weg zu ihrer Runde. Für die einen war es der Beginn einer sportlichen Gleichmäßigkeitsprüfung, für die anderen eine genussvolle Ausfahrt durch eine der schönsten Regionen Süddeutschlands, unser wunderschönes Hinterland und das Allgäu

karl-heinz
Der stramme Fahnenschwenker Karl-Heinz Schlachter hat seinen rechten Arm an Tag der Rallye wahrscheinlich mehr als sonst bewegt. Er hat die für Motorsport-Events klassische schwarz-weiß karierte Flagge 66 Mal, jeweils im Minutentakt und auf die Sekunde genau, angehoben um den Start des jeweiligen Fahrzeuges freizugeben. Im Hintergrund der erste und beste Platz am Platze, die Terrasse des Bayrischen Hofes Lindau.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team

Die unsichtbare Arbeit hinter der Strecke

Der Aufwand, eine passende Fahrtstrecke herauszusuchen, die Route anschließend mehrfach abzufahren, das Roadbook aufzubauen und zugleich die Kontrollstellen sinnvoll zu planen, ist ein derartig gewaltiges Unterfangen, dass es uns durchaus zum Staunen gebracht hat. Auch wenn es für routinierte Profis wie Martin Zell und das eingespielte Team der Scuderia Lindau vermutlich längst Teil ihrer gelebten Rallye-Erfahrung ist, wurde uns spätestens bei der gemeinsamen Streckenbesichtigung bewusst, wie viel Detailarbeit, Ortskenntnis, Präzision und Verantwortung hinter einer solchen Veranstaltung stehen. Denn eine schöne Strecke allein genügt nicht. Sie muss fahrerisch reizvoll, organisatorisch machbar, für die Teilnehmer nachvollziehbar und im Ablauf kontrollierbar sein. Sie braucht markante Punkte, sinnvolle Etappen, geeignete Mess- und Kontrollstellen, ausreichend Sicherheit und nicht zuletzt jene landschaftliche Qualität, die eine Klassiker-Rallye wie die Lindau Klassik zu etwas Besonderem macht. Dass all dies am Ende scheinbar selbstverständlich funktioniert, ist vielleicht gerade der beste Beweis dafür, wie viel Arbeit im Vorfeld geleistet wurde.

Dem Streckenverlauf auf der Spur

Wir wollen jedoch in unserer Berichterstattung einige Streckenpunkte aufgreifen, um diese etwas näher zu beschreiben. Wir von Lakeside Cinematics hatten unseren Einsatzplan bereits einige Tage vor dem Event herausgearbeitet und am Abend davor noch ein Teambriefing abgehalten. Am Montag zuvor waren wir mit dem Streckenplaner Martin Zell auf Streckentour unterwegs, um uns die relevanten Punkte anzusehen. Die Tour-Route selbst bleibt bis zum Schluss geheim beziehungsweise wird sie den Fahrern erst am Morgen vor der Tour beim Check-in mittels Aushändigung des Roadbooks bekannt gegeben.

martin-schindelberg
Oben am Schindelberg vor toller Kulisse und mit wunderschönen seinem BMW M6: Martin Zell (u.a. der Streckenplaner der Lindau Klassik) war unser wichtigster Mann bei der Rallye. Er hat uns am Montag vor dem Event-Wochenende mit auf die Tour genommen, die er für die Teilnehmer geplant hat. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken. Ohne ihn wäre die gesamte Einsatzplanung für unser Team weitaus schwieriger geworden, wenn nicht sogar unmöglich.

Mega-Einsatz des Auto- und Motorsportclubs

Der hohe Aufwand, sowohl in technischer als auch in personeller Hinsicht, kann als echter Mega-Einsatz des Lindauer Auto- und Motorsportclubs bezeichnet werden. So ist es auch nicht besonders verwunderlich, dass Ernst Laufer, seines Zeichens 1. Vorstand der Scuderia Lindau, in seiner abendlichen Ansprache vor der Siegerehrung im Golfhotel Bodensee den versammelten Rallye-Teilnehmern schweren Herzens mitgeteilt hat, dass er sich nicht sicher sei, ob es im nächsten Jahr wieder zu dieser Veranstaltung kommen kann. Denn der Club hat, wie viele Vereine dieser Art, eine gewisse Nachwuchssorge.

 

Wobei es nicht allein damit getan wäre, Anhänger zu rekrutieren. Denn für die reibungslose Durchführung einer Veranstaltung wie der Lindau Klassik gehört zweifelsfrei einiges an Erfahrung dazu. Knowhow, das nicht von heute auf morgen zu erlernen ist. Selbstverständlich wäre es für Ernst Laufer im Grunde nicht akzeptabel und auch für alle Mitmacher sehr traurig, wenn es nicht zum runden 30. Geburtstag der Lindau Klassik kommen würde. Dazu an späterer Stelle noch ein paar Worte.

Starkes Team hinter der Lindau Klassik

Bis auf einen einzigen Kontrollpunkt beziehungsweise eine Durchfahrtskontrolle sind alle Stellen mit entsprechend erfahrenen Mitgliedern der Scuderia Lindau besetzt. Doch auch beim Rallye-Start, bei der Mittagspause am Gitzenweiler Hof sowie im Zielbereich an der Lindauer Spielbank sind viele Helfer im Einsatz, damit alles seine Ordnung hat. Somit besteht das gesamte Helferteam, die bei der Lindau Klassik mitgearbeitet haben, aus beachtlichen 30 Personen.

Lindau-Classics-019
Das Team der Lindau Klassik Rallye 2026 hatte alle Hände voll zu tun: Auf dem Foto sind fast alle zu sehen, die bei der Durchführung der Lindau Klassik 2026 im Einsatz waren. Am Check-in "Schalter" am Morgen, an den an den Kontrollpunkten, als Helfer für die Einweisung der Parkierung morgens am Hafen, mittags beim Gitzenweiler Hof und abends am Golfhotel Lindau, für die Moderationen u.v.m. Laut Insider-Feedback haben wir vernehmen dürfen, dass alle ihren Spaß dabei hatten und das allermeiste gut gelaufen ist.

Von Lindau aus und wieder zurück

Der Start der Lindau Klassik Rallye findet traditionell am Hafen der Lindauer Insel statt. Die gesamte Route ist in sechs Etappen eingeteilt sowie in einer Vormittags- und Nachmittagsroute. Wobei es noch eine siebte Etappe gibt; diese ist jedoch die abendliche Fahrt zur Siegerehrung, welche das Ergebnis nicht mehr beeinflusst. Zunächst fuhren die Rallye-Teilnehmer von der Lindauer Insel über die Seebrücke ungefähr drei Kilometer weiter direkt an meiner Haustüre in Bad Schachen vorbei. Ich war jedoch nicht zu Hause, sondern fleißig mit meiner Kamera vor Ort im Einsatz für Lakeside Cinematics, direkt am Start-Torbogen der Lindau Klassik platziert. Die Einzel-Etappen sowie die Gesamttour nun Ort für Ort aufzuzählen, würde den Berichtsrahmen bei Weitem sprengen. Daher verweisen wir auf die nachfolgende Abbildung des Streckenverlaufs.

routenmaps
Die beiden Routen der Lindau Klassik 2026. Geheim bis kurz vor dem Start bzw. bis die Fahrer am Morgen ihre Unterlagen beim Check-in abholen. Die farblichen Markierungen sind Streckenkoordinaten und stellen nicht etwaige Kontrollpunkte dar. Diese Strecke muss bis in jede Ecke durchgeplant werden und wird dabei mehrfach abgefahren.

Die besonderen Herausforderungen der Lindau Klassik Rallye

Der Reiz eines solchen Rallye-Abenteuers wie der Lindau Klassik ist der Mix aus Aufmerksamkeit, Stoppuhr, Roadbook und Streckenverkehr. Fahrer und Beifahrer werden für einige Stunden zu einer Art "Schicksalsgemeinschaft" in ihren historischen Fahrmaschinen. Einer lenkt, der andere rechnet, liest, zählt und mahnt. So steckt hinter dem Konzept ein anspruchsvolles Zusammenspiel aus Konzentration, Gefühl, Timing und Teamarbeit.

Nicht der Schnellste gewinnt

Die Lindau Klassik Rallye ist kein „Wer ist am schnellsten?“-Rennen, sondern eine Gleichmäßigkeitsprüfung beziehungsweise Zuverlässigkeitsfahrt. Die vorgegebene Sollzeit für einen Streckenabschnitt soll so genau wie möglich eingehalten werden. Nicht der Schnellste gewinnt, sondern derjenige, der am wenigsten von der Sollzeit abweicht – gleichgültig, ob zu schnell oder zu langsam. Differenzen werden jeweils mit Strafpunkten belegt. Wer am Ende die geringste Summe an zeitlichen Abweichungen aufweisen kann und die Streckenvorgaben eingehalten hat, gewinnt. Unabdingbar ist der vorgegeben Strecke andauernd zu folgen, ohne bestimmte Positionen an denen z.B. abgebogen werden muss, zu verpassen.

roadbook-wertung_Seite_03

Fahrzeug, Fahrer und Beifahrer auf dem Prüfstand

Maßgebend ist dabei eine gewisse Harmonie zwischen Fahrer und Beifahrer. Eine gewisse Routine ist sicherlich dienlich. Denn auf der Fahrt ist der Beifahrer verantwortlich für die Zeitmessung. Er muss seinen „Wegbegleiter“, das sogenannte „Roadbook“ – auf Deutsch „Straßenbuch“ –, ständig im Blick haben und den Fahrer kontinuierlich anweisen. Das Ganze ist ein wenig vergleichbar mit einer echten Rallye, bei der der Beifahrer dem Fahrer „voraussagt“, wann die nächste Kurven oder Veränderungen der Strecke kommen. So wird das Cockpit für die Dauer der Rallye zu einer "Kommandozentrale". Der Fahrer lenkt, schaltet und behält die Warn- und Kontrollanzeigen im Blick, während der Beifahrer mit Roadbook, Stoppuhr und Bordkarte hantiert und beide im besten Fall die Nerven behalten. Bezüglich des Roadbooks haben wir die Rückmeldung der Scuderia Lindau erhalten, dass nicht alle Fahrer ganz zufrieden damit waren, weil sie an bestimmten Punkten die Wegweisungen nicht verstanden haben.  

scuderia-lindau-roadbook2026

Sekundengenau am Messpunkt

In gewisser Weise entsteht ein „Spannungsbogen“ zwischen Fahrer und Beifahrer, der durchaus das Potenzial in sich trägt, auch einmal zur nervlichen Zerreißprobe zu werden. So gibt es Teilnehmer an der Lindau Klassik, die es ganz genau nehmen, und andere, die eher eine gemütliche Fahrt bevorzugen, ganz unabhängig von der Erringung eines eventuellen Sieges. Wir konnten beobachten, dass diejenigen, die großen Ehrgeiz auf einen Siegerpokal haben, ihre Fahrtgeschwindigkeit kurz vor dem Zeitmessungspunkt tatsächlich verringern. Der Beifahrer zählt dabei mittels Stoppuhr auf null herunter, damit der Fahrer auf die Sekunde genau über den Messpunkt fahren kann. Dass nicht immer alles entspannt läuft haben wir ebenso einige Male bemerkt. Die Hitze des Tages sowie dass das Roadbook stellenweise nicht ganz verstanden wurde, hat definitiv auch zur Erhitzung so manchen Gemüts beigetragen.

zeitmessen

Zeitmessung und Durchfahrtskontrolle

Dabei gibt es zwei Arten von Prüfungen: die Zeitmessung und die Durchfahrtskontrolle. Bei ersterer handelt es sich, wie die Bezeichnung vermuten lässt, um eine Zeitabnahme, die technisch mittels Lichtschranke vorgenommen wird. Bei der Durchfahrtskontrolle geht es hingegen nicht um eine Messung, sondern um die Prüfung, ob das Fahrzeug tatsächlich den vorgeschriebenen Fahrtweg eingehalten hat. Dabei kommt eine Kontakt-Bodenschwelle zum Einsatz, über die man fahren muss. So wird die Durchfahrt an diesem Kontrollpunkt registriert. An allen Mess- und Kontrollpunkten sind Einsatzkräfte des Helferteams der Scuderia Lindau vor Ort. Sie protokollieren die Einhaltung der Zeiten aller Fahrzeuge und registrieren die Erfüllung der vorgegebenen Strecke. Die Daten erfassen sie in einer digitalen Tabelle. Das Equipment des Lindauer Auto- und Motorsportclubs ist mit entsprechender Technik im Eigenbesitz ausgestattet, um eine solche Aktion überhaupt durchführen zu können.

cathi-klaus

Heißestes Wochenende der deutschen Messgeschichte

Doch kommen wir zurück zum Eigentlichen: Es war heiß, heißer, am heißesten. Laut Deutschem Wetterdienst gehörte das Rallye-Wochenende vom 27. und 28. Juni 2026 zu den extremsten Hitze-Wochenenden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Die Lindau Klassik hat zwar nur am 28. Juni stattgefunden, doch man muss wissen, dass die Teilnehmer der Rallye zum Teil weite Wege auf sich nehmen, um mit ihrem nostalgischen Untersatz nach Lindau zu kommen. Mensch und Maschine standen somit vor Voraussetzungen, die man durchaus als grenzwertig bezeichnen kann. Bei den Oldtimern ist die Klimaanlage entweder das offene Fenster oder, im Falle eines Cabrios, das offene Dach. Wobei: Was soll da schon kühlen, wenn einem der Fahrtwind die erhitzte Luft um die Ohren bläst? Der ein oder andere Motor hatte ebenfalls ordentlich zu schnaufen und sehnte sich nach Kühlung, wodurch folglich auch das ein oder andere Vehikel die Aufgabe seines Dienstes androhte. Ein Porsche Cabrio Fahrer war besonders schlau; er hatte einen Schirm als Sonnenschutz verwendet. Immer dann, wenn er mit seinem Wagen stehen musste, spannte er ihn über sich auf. 

cabrio-und-schirm

Was tut man nicht alles

Ohne Ausnahme haben alle geschwitzt: Fahrer und Beifahrer, Motoren, Kontrolleure und Helfer sowie wir von Lakeside Cinematics. Etwas glücklich war der Umstand, dass am Sonntagmorgen eine ordentliche Brise die Lindauer Insel ein wenig erfrischte, sodass es hitzetechnisch zunächst auszuhalten war. Im ländlichen Bereich war dies jedoch nicht so. Die vorherrschenden Wolken verdeckten zwar die Sonne, sodass es zumindest vormittags noch einigermaßen erträglich war. Eine Unwetterentwicklung, was nun auch nicht gerade förderlich gewesen wäre, war vorausgesagt, entwickelte sich jedoch nicht über dem Bodensee und dem Allgäu. Im Gegenteil: Gegen Mittag kam die Sonne wieder voll zur Entfaltung und trieb die Temperaturen erneut auf 36 bis stellenweise 38 Grad hoch. Was tut man nicht alles, um seiner Leidenschaft zu frönen? Man stellt sich ohne jede Gnade den Herausforderungen, gleichgültig, welche da auch kommen mögen.

lindau-insel
Brütende Hitze über der Stadt, doch nicht nur dort: Gegen Mittag kam die Sonne wieder voll zur Entfaltung und trieb die Temperaturen erneut auf 36 bis stellenweise 38 Grad hoch.

Unser Planpunkt Muttelsee

Nachdem wir in etwa die Hälfte des Start-Prozederes im „Kasten“ hatten, zogen wir laut unserem Zeit- und Ablaufplan weiter zu unserem Planpunkt „Muttelsee“, in der Nähe von Hiltensweiler bei Tettnang. Dieser Streckenabschnitt ist für uns sehr interessant gelegen, weil er einen kurzen, circa 2,5 Kilometer langen Rundkurs darstellt. Die Zeitkontrolle befindet sich am Anfang der Schleife und die Durchfahrtskontrolle an deren Ende. So konnten wir uns an beiden Punkten positionieren, zusätzlich an der zuführenden Straßenkreuzung und mittels Drohne in der Luft. Ideal also für multiple Aufnahmesituationen und Szenarien.

zeitmessung01
chevi-pickup-muttelsee
Die Kreuzung am Muttelsee - Crossroad wie aus einem Kinofilm: Von der Straße gegenüber kamen die Fahrzeuge einer nach dem anderen an, um dann links abzubiegen (im Bild rechts) um die Zeitkontrolle ZK 3 zu passieren. Der rote Chevi Pickup ist er gerade über die Prüfschwelle der Durchfahrtskontrolle gefahren und hat somit die Muttelsee Schleife zurückgelegt. Jetzt biegt er links ab um weiter Richtung Taubenberg zu fahren.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team

Als die Route plötzlich Pause machte

Alles bestens also, wenn nicht ausgerechnet entlang der Routen-Strecke gerade das Peter-und-Paul-Fest der Bürgerwehr Laimnau stattgefunden hätte. Aufgrund der Laimnauer Veranstaltung kam es zu einer circa halbstündigen Sperrung der planmäßigen Durchfahrtstraße rund um die Laimnauer Kirche und das alte Schulhaus. Trotz Recherchen im Vorfeld war dieses Ereignis nicht auszumachen. Und laut Auskunft der Scuderia Lindau ist das noch nie in den all den Jahren passiert. So führte diese Verzögerung am Vormittag dazu, dass wir sowie das dortige Team der Scuderia am Muttelsee recht lange wenig zu tun hatten. Nachdem endlich die ersten Fahrzeuge am Muttelsee ankamen, verging jedoch wieder eine ganze Weile, bis die nächsten eintrudelten. Als hätten sich viele auf der Strecke verfahren. Wir wissen es nicht. Doch führte all das dazu, dass wir bei Weitem nicht zu der erhofften Menge an Fotos, Videos und Drohnenaufnahmen gekommen sind. In der Folge ergaben sich für uns noch weitere zeitliche Probleme, welche den weiteren Tag plantechnisch leider negativ beeinflussten. 

Lindau-Classics-074
Er hat sicherlich auch an der ungefähr 200 Meter entfernten Steigung, direkt beginnend an einem beim Bauernhof, ein "wenig" mehr sein Gaspedal nach unten bewegt als sonst. Wie gut für ihn, dass ein gewisser Bauer mittlerweile etwas beruhigter war, als die ersten an seinem Hof vorbei rauschten. Lesen Sie dazu die folgende Anekdote.

Des Farmers Zorn und die Kunst der Diplomatie

Man stelle sich vor: Die historischen Fahrzeuge, die sich zu unserem Wohlgefallen auch dadurch auszeichnen, dass sie ein „wenig“ lautstärkere Motorengeräusche von sich geben, ziehen ihre am Muttelsee gelegene Runde knatternd übers Hinterland. Romantisch vorbei an Bauernhöfen und Kühen, idyllisch entlang eines Wäldchens, um dann kurz vor Ende dieses Abschnitts einer Steigung entgegenzusehen. Die Straße schmal, das Bergchen steil. So mancher fühlte sich dazu angehalten, „etwas“ Schwung zu nehmen und sein Gaspedal durchzudrücken, um die Landschaftserhebung mit einer ebensolchen Erhebung des Fahrgefühls zu bezwingen. Alles gut soweit, könnte man meinen. Wäre da nicht ausgerechnet, genau zu Beginn der Steigung, ein weiterer Bauernhof gestanden. Der letzte auf diesem Abschnitt. Der zugehörige Farmer war gerade draußen mit seiner Arbeit beschäftigt, direkt an jener schmalen Straße, auf der wahrscheinlich zwei- bis dreimal am Tag jemand vorbeifährt. Er konnte seinen Augen und Ohren nicht trauen. Völlig unvorbereitet rauschten, dem Aussehen nach Rennfahrzeuge, an seinem fast schon abseits der Zivilisation gelegenen Hof vorbei. Und so sah er sich unmittelbar einem Anschlag auf Leib und Leben, Haus und Hof ausgesetzt. Das führte dazu, dass der Bauer wutentbrannt einem vorbeirauschenden Fahrzeugführer mit stark erhobener Stimmgewalt einige unschöne Worte zurief. Der Fahrer sah sich spontan dazu veranlasst, ihm „ähnliche Äußerungen“ entgegenzurufen und seine Hupe ausgiebig zu betätigen. Woraufhin der Hofhüter versuchte, den Fahrer mittels beherztem Griff an den Fensterholm an der Weiterfahrt zu hindern. Jedenfalls folgte eine Salve weiterer unschöner Ausdrücke, von denen ein paar Wortbrocken auch bis zu mir hinauf schallten circa 150 Meter vom Ereignis entfernt. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt oben in der Kurve nach der betreffenden Straßensteigung, geduldig mit meiner Videokamera in der Hand wartend, um die aus dem Straßenbogen kommenden Fahrzeuge in Bewegung aufzunehmen. Mit einer gewissen reporterüblichen Neugier bewegte ich mich in Richtung Checkpoint, der sich gut 100 Meter in entgegengesetzter Richtung befand. Dort fragte ich nach, ob sie denn mitbekommen hätten, was da los gewesen sei. Sie erzählten mir in Umrissen den Vorfall, wodurch ich mich dazu bewogen fühlte, der Sache auf den Grund zu gehen. Mir und allen anderen war klar, dass diese Situation ein gewisses Eskalationspotenzial mit sich brachte. Vor allem, weil gerade einmal sechs von sechsundsechzig Fahrzeugen an dieser Stelle durchgefahren waren. Nicht auszumalen, was noch hätte folgen können. Also habe ich mit dem dortigen, unabkömmlichen Scuderia-Lindau-Team abgesprochen, dass ich mich darum kümmere. So bin ich in unseren Mediacar gestiegen, unseren Moggie Baujahr 66, den Lakeside-Cinematics-Oldtimer, und machte mich auf den Weg. Diana fuhr mit. Diana ist unsere Lakeside-Cinematics-Assistenz. Am Hof angekommen, sahen wir zuerst den argwöhnisch blickenden Farmer, dann seinen großen Hund. Der Hund, ein sehr gemütlicher Bernhardiner-Mischling, erweckte nicht den Eindruck eines grimmigen Gemüts. Was man von seinem Besitzer nicht behaupten konnte. Ich fuhr auf den Vorplatz seines Hofes und hielt an. Ich musste den Mann nicht lange dazu auffordern, mit mir zu sprechen. Er kam, sichtlich sauer gestimmt, direkt an mein offenes Autofenster gelaufen und beugte sich zu mir herunter. Nicht lange zögernd eröffnete ich das Gespräch in einem freundlichen Tonfall, den ich während des gesamten Gesprächsverlaufs beibehielt, und versuchte ihm zu erläutern, dass es sich um eine offizielle, bei den Ämtern angemeldete Rundfahrt der Scuderia Lindau handelt. Er verzog sein Gesicht, bis es tiefe Furchen zeigte. Mit erhobenem Finger begann er, seinem Unmut freien Lauf zu lassen. „Das ist mir schei…egal, ihr könnt hier nicht …“, schallte es mir entgegen, nebst einigem mehr. Unter anderem drohte er damit, seinen Traktor mitten in den Weg zu stellen, damit keiner mehr vorbeikommen könne. Er fand klare Worte, doch ich gewann mit der Zeit die Einschätzung, dass er im Grunde seines Wesens kein Unmensch ist. Dianas Blutdruck stieg jedoch schon seit geraumer Zeit an; auf dem Beifahrersitz wurde sie zunehmend unruhig, was ansonsten nicht ihre Art ist. Sie war gerade dabei, ihren Mund zu öffnen, doch konnte ich sie mit einem besänftigenden Handzeichen gerade noch davon abhalten. Um die Geschichte an dieser Stelle zu Ende zu bringen: Die hohe Kunst der Diplomatie war gefragt. Ich hörte zu beziehungsweise stellte ich mich, vehement um Deeskalation bemüht, als Prellbock zur Verfügung. An der ein oder anderen Stelle hatte ich gute Argumente, die ihn jedoch zunächst kalt ließen. Doch am Ende „siegte“ ich: Der Mann wurde ruhiger, sah mir dann in die Augen und klopfte mir „liebkosend“ auf den Arm. Ein positives Zeichen, ohne viele Worte. Es war des Bauern wortloses Okay: Ich lasse euch weiter durchfahren, ohne die Mistgabel oder den besagten Traktor herauszuholen. Und so war es dann auch.

Unser ach so schöner Plan

Die Summe der Gegebenheiten am Vormittag führte dazu, dass unser ach so schöner Plan mehr oder weniger für die Katz war. Planseitig hatten wir eine halbe Stunde an diesem Streckenpunkt vorgesehen. Die Verzögerung durch das Laimnauer Peter-und-Paul-Fest führte dazu, dass diese halbe Stunde bereits verbraucht war, bevor überhaupt Fahrzeuge eintrafen. Da hätten wir besser auf der Insel bleiben und auch die andere Hälfte der Starter ablichten können. Aber nein, zurück ging nicht mehr. Also mussten wir zwangsläufig länger am Muttelsee verbleiben, um wenigstens ein paar Karossen zu „erwischen“. Es wurde eine Stunde Aufenthalt daraus, und dennoch konnten wir lediglich einen Bruchteil der teilnehmenden Wagen mit Fotos und Videos „einfangen“. Das tut schon richtig weh.

lakeside-cinematics-silvan

Unser Planpunkt Gitzenweiler Hof

In der Folge sind wir an unserem nächsten Planpunkt, dem Gitzenweiler Hof, später angekommen. Dort konnten wir zwar einige Aufnahmen machen, jedoch unter Zeitdruck. Freundlicherweise haben wir von der Scuderia Lindau Gutscheine für Speis und Trank erhalten, und so setzten wir uns am Gastroplatz des Campingplatzes nieder, um Mittag zu essen. Obwohl wir auch hier recht zügig unser Mahl zu uns nahmen, konnten wir unsere Fehlzeit nicht vollständig aufholen. Der Start der Nachmittags-Etappe wurde um eine Viertelstunde auf 13:16 Uhr verschoben. Leider vernahmen wir am Muttelsee die Information, dass der Start um mindestens 20 Minuten, eher eine halbe Stunde, nach hinten gelegt werde. Erneut eine „folgenreiche“ Situation für uns. Wir starteten somit zu spät zum nächsten Planpunkt, der Durchfahrtskontrolle Steibis / Schindelberg. Ich kürze an dieser Stelle ab, nur noch so viel dazu: Wir hatten am Sonntagmorgen, vor dem Start der Rallye, eine Absprache mit drei ausgewählten Fahrzeugen getroffen. Wir wollten diese mit der Videokamera, am Heck unseres Mediacars angebracht, während der Fahrt auf der waldigen Bergstrecke hinauf zum Schindelberg filmen. Doch alle drei waren schon durch, als wir dort ankamen.

Lindau-Classics-082

Wie man daran sehen kann, nützt der beste Plan nichts, wenn die zeitlichen Abläufe durcheinandergeraten. Niemanden trifft die Schuld, nur uns allein. Eine eindeutige Fehlentscheidung meinerseits. Wir hätten konsequent sein und abbrechen müssen, sobald unser Plan in Gefahr geriet. Und wir hätten uns ohne Wenn und Aber zum nächsten Planpunkt bewegen sollen.

gitzenweiler-hof
Luftaufnahme "Gitz", so wie wir Lindauer ihn nennen, den Gitzenweiler Hof: Der für die mobilen Kulturgüter reservierte Parkplatz damit die Fahrer und ihre Beifahrer die verdiente Mittagspause mit Speis & Trank einlegen können.

Des Rätsels Lösung am Schindelberg

Der für uns in vielfältiger Hinsicht schönste Moment war die Durchfahrtskontrolle am Schindelberg in der Region Steibis. Wir konnten zwar die geplante Video-Car-Action nicht mit den ursprünglich vorgesehenen Fahrzeugen durchführen, jedoch kamen andere dafür in den Genuss. Zurück zum Kontrollpunkt Schindelberg: Das Besondere an diesem Streckenposten ist zunächst die abgelegene Route dorthin. Auf romantischen, sich schlängelnden Straßen mit stetiger Steigung geht es vorbei an idyllischen Häusern und durch eine wunderschöne Natur. Die Wolken vom Vormittag hatten sich weitgehend verzogen, die Temperaturen stiegen zwar, doch oben am Schindelberg waren sie dennoch etwas geringer als unten in Lindau.

schindelberg-kuehe
Eine idyllische Landschaft und Atmosphäre sondergleichen: Die Schindelberg in der Region Steibis. Bezaubernde Landschaft und Natur pur. Bereits der Weg dort hinauf mit seinen romantischen, sich schlängelnden Straßen, lässt des Naturfreundes Herz höher schlagen. Ob jetzt jeder der Klassiker-Fahrer das auch so gesehen hat, sei dahingestellt.

Ein Baum als Streckenposten

Die Durchfahrtskontrolle Nummer 6 am Schindelberg ist die einzige, die nicht besetzt ist. Sprich: Es ist weit und breit niemand da, auch niemand von der Scuderia Lindau. Wir waren jedoch dort und haben das Szenario mit Foto und Video festgehalten. Was dort vor sich ging, war sehr amüsant. Und zwar galt es, ein Rätsel zu lösen. Im Roadbook war angegeben, an diesem Kontrollpunkt eine Frage zu beantworten: „Wie lange läuft man zur Waltners Alpe?“ – Info-Tafel auf der Fahrerseite am Baum – Die Antwort in die Bordkarte eintragen! Es verhält sich ja so, dass die Fahrer den „Baum“, an dem das betreffende Schild befestigt ist, das die Frage beantwortet, nicht kennen. Dieser Baum steht nicht im Wald, sondern gut hundert Meter nach der waldigen „Bergstrecke“ entfernt, als einziger und in eigentlich unübersehbarer Dimension und Schönheit, linkerseits auf einer langen Geraden. Mit einer Sitzbank davor. 

waltners-alpe02

Schauspiel zum Schmunzeln

Es war ein Schauspiel, das einem beim Zusehen ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Einige Fahrer düsen, ohne den Baum zu bemerken, einfach vorbei und merken dann nach ein paar Dutzend Metern, dass sie ihn verpasst haben. Also umdrehen, was auf der schmalen Straße gar nicht so einfach ist. Dann am Baum das Schild suchen. Es ist zwar unübersehbar, jedoch muss man ein Stück zur rechten Seite des Baumes hinaufgehen, um es zu entdecken. Die Antwort auf die Fragestellung ist hingegen einfach: Eine Stunde braucht es zu Fuß zur Waltners Alpe. Die atemberaubende Aussicht von dort oben ist allerdings den wenigsten aufgefallen, waren sie doch „etwas“ in Eile. Doch der weitere Verlauf der traumhaften Strecke beziehungsweise auch der Weg dorthin hat den Oldtimerführern mit Sicherheit einige Stellen offenbart, die ihnen das Herz höher schlagen ließen. Unser schönes Allgäu hinterlässt bekanntermaßen bei einem jeden einen positiven, bleibenden Eindruck.

waltners-alpe

Technische Probleme anstatt zeitliche

Ein Wermutstropfen, der uns besonders schmerzt, ist, dass es sowohl bei der Video-Car-Action den Schindelberg hinauf als auch oben am Berg beim FPV-Drohnen-Actionflug zu technischen Problemen mit unseren Geräten kam. Die Video-Car-Action haben wir viermal durchgeführt, wobei zweimal die Kamera ausfiel. Beim Action-Drohnenflug hat die Kamera komplett versagt. Das war für unseren leidenschaftlichen Drohnenpiloten Levi ganz besonders bitter. Alle unsere Geräte hatten wir vorher gecheckt und noch einige Tage zuvor im realen Einsatz getestet. Wir hatten uns vorgenommen, mindestens 75 Prozent unseres Plans und unserer To-do-Liste zu erreichen. In letzter Konsequenz haben wir es jedoch nur auf schätzungsweise 50 Prozent geschafft.

levi-drohne
bergstrecke02
Schmerzt uns sehr: Bei der Video-Car-Action den Schindelberg hinauf ist es leider bei zwei Fahrten von vieren zu technischen Problemen mit unseren Geräten gekommen und so sind zwei von vier Aufnahmen unbrauchbar. Das Video von diesem Jaguar ist aber recht gut gelungen.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team

On-the-Street-Videoaufnahmen nicht möglich

Nicht wirklich möglich waren auch die On-the-Street-Videoaufnahmen. Aufgrund der sehr stark auseinandergerissenen Fahrzeug-Konvois bot sich die entsprechende Gelegenheit einfach nicht. Wir haben dann noch einmal am Kreisel Weiler-Lindenberg gewartet, konnten aber nur ein Fahrzeug kurz beim Überholen filmen. Fragen Sie nicht danach, was für ein verkehrsdeliktisches Manöver dabei notwendig war. Die Ausschöpfung der Möglichkeiten und Chancen war für uns also nicht ganz befriedigend und trübte ein wenig unsere Freude. Doch belassen wir es dabei: Alles in allem haben wir genügend Material, allerdings kommen wahrscheinlich nicht alle auf ihre Kosten.

spielbank01
Schön noch fürs Foto posieren: Die Besucher an der Spielbank hatten ein wunderbares Szenario der ankommenden Fahrzeuge erlebt. Und die Fahrer sowie ihre Untersätze waren froh, dass sie angekommen sind bei der gnadenlosen Hitze des Tages.

Zurück nach Lindau zum Zielpunkt

Auf dem direkten Weg zurück nach Lindau, über die B 308, konnten wir jedenfalls die Klimaanlage unserer Fahrzeuge einschalten und uns abkühlen. Ich hatte den Moggie mittags gewechselt und war bei der Nachmittagsrunde mit meinem Insignia Turbo unterwegs. Die Oldtimer-Fahrer hatten, bis auf sehr wenige in der Youngtimer-Klasse, gar keine Klimatisierung in ihren Fahrzeugen. Je näher Lindau kam, umso heißer wurde es. 36 Grad Außentemperatur zeigte mein Auto an, als wir in Lindau ankamen. Die Zieleinfahrt der ersten Ankömmlinge an der Spielbank Lindau war von der Scuderia Lindau ursprünglich für 15:15 Uhr geplant. Durch die viertelstündige Verzögerung beim Nachmittagsstart wurde es entsprechend später. Allerdings immer noch in der vollen Nachmittagshitze, in der es angenehmer gewesen wäre, in den Bodensee zu springen. Einige der Fahrzeuge konnten sich unter schattenspendenden Bäumen auf dem Areal rund um die Spielbank platzieren, andere nicht. Die Temperaturen waren derart schweißtreibend, dass es viele Fahrer zur raschen Flucht veranlasste.

spielbank-luft

Klimaanlage, eine sinnvolle Entwicklungen

Man muss auch bedenken, dass die „Armen“ bereits einen Tag zuvor mit ihren Fahrzeugen angereist waren, zumindest die meisten. Schon auf der Anreisefahrt hatten sie massiv unter der noch extremeren Samstagshitze gelitten. Mögen Oldtimer beziehungsweise Klassiker für uns alle unbestritten einen höheren Charme besitzen als moderne Fahrzeuge, so haben sie bei solch hohen Temperaturen doch einen eindeutigen Nachteil. Ich denke, Sie wissen schon, was ich meine. Und ich bin sicher, dass Sie mit mir konform gehen, dass die Klimaanlage eine der sinnvollsten „Entwicklungen“ fürs liebe Auto darstellt.

Lindau-Classics-091

Hautrötungen trotz Sonnencreme

Auch uns setzte die Hitze auf dem Spielbank-Gelände spürbar zu. Um nicht zu sagen: Sie gab uns irgendwann den Rest. Trotz Sonnencreme machten sich erste Hautrötungen bemerkbar, die hitzebedingte Erschöpfung kroch langsam in die Knochen, und der Wunsch nach einer erfrischenden Dusche wurde von Minute zu Minute dringlicher. Nicht zuletzt auch deshalb, weil keiner von uns es gewagt hätte, bei der abendlichen Siegerehrung als schweißgetränkter Muffel aufzutauchen. Also nutzten wir unseren Heimvorteil bei der Lindau Klassik und fuhren für eine kurze Pause jeweils nach Hause. Doch nicht nur uns erging es so, die viele Cabrio-Fahrer hat die Hitze und die UV-Strahlung der Sonne noch weit mehr zugesetzt.

Lindau-Classics-081

Der meistfrequentierte Ort in Lindauer Hotels

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in Hotels einquartiert, und wir sind uns sicher, dass auch dort die Duschen an diesem Tag zu den meistfrequentierten Orten gehörten. Unsere Diana musste der Hitze leider Tribut zollen: Nach der Pause schaffte sie es nicht mehr zurück zur abendlichen Siegerehrung. Damit war sie nicht allein. Es haben nicht viele, aber doch ein paar der Teilnehmer die Abendveranstaltung ausgelassen. Manche konnten sogar einen gewonnenen Pokal nicht entgegennehmen, weil sie es erschöpfungsbedingt einfach nicht mehr aus dem Hotel geschafft haben. Wie sagt man so schön: Der Geist war willig, aber das Fleisch schwach. Man muss dabei auch bedenken, dass einige Teilnehmer ja auch mit dem Alter ihres Fahrzeuges mindestens mithalten können.

scuderia-lindau-siegerpokale2026
Eine ganze Menge Pokale warten geduldig auf ihre verdienten Empfänger: Fünf Fahrzeugklassen-Pokale, jeweils für Fahrer und Beifahrer, ein Gesamtsieger-Pokal und ein Damen-Pokal war zu vergeben.
golfhotel-leute
Der großzügige Rundplatz direkt vor dem Golfhotel Bodensee war versehen mit nostalgischen Schönheiten in Reih und Glied. Dahinter der Sektempfang und der Platz für die Siegerehrung.

Die Siegerehrung

Das wunderbare Golfhotel Bodensee in Lampertsweiler bei Weißensberg ist wirklich eine zum Rahmen der Lindau Klassik passende gastronomische Lokation. Der Parkplatz am Vordereingang wurde extra für die Teilnehmer und ihre Fahrzeuge reserviert. Der großzügige Rundplatz direkt vor dem Hotel war somit versehen mit nostalgischen Schönheiten in Reih und Glied. Im Eingangsbereich versammelten sich alle zum Sektempfang: die meisten Teilnehmer und das große Helferteam der Scuderia Lindau. Die ausgelassene Stimmung wurde emotional, als es um die Siegerehrung ging. Der 1. Vereinsvorsitzende Ernst Laufer stimmte das Publikum mit seiner Ansprache auf das Bevorstehende ein. Wie eingangs erwähnt, sprach er zu diesem Zeitpunkt auch das Thema „30. Wiederholung der Lindau Klassik“ an. Dazu sei erwähnt: Wir haben mit anderen Mitgliedern des Lindauer Autoclubs gesprochen. Die meisten sind sich relativ sicher, dass es doch klappen könnte. Wir von Lakeside Cinematics haben uns jedenfalls in diese Form der Veranstaltung, noch dazu in unserem Heimatort, verliebt und wir würden uns riesig über ein 30-jähriges Jubiläum und wieder dabei zu sein freuen.

ernst-laufer
Der 1. Vereinsvorsitzende Ernst Laufer stimmte das Publikum mit seiner Ansprache auf das Bevorstehende ein. Wie eingangs erwähnt, sprach er zu diesem Zeitpunkt auch das Thema „30. Wiederholung der Lindau Klassik“ an. Ernst Laufer erklärte den versammelten Rallye-Teilnehmern schweren Herzens, dass er sich nicht sicher sei, ob es im nächsten Jahr wieder zu dieser Veranstaltung kommen kann. Doch im Grunde sei es nicht akzeptabel und auch für alle Mitmacher sehr traurig, wenn es nicht zum runden 30. Geburtstag der Lindau Klassik kommen würde.

Fünf Fahrzeugklassen, Gesamtsieger und Damenklasse

Jedenfalls wurden die ehrenhaften Sieger erkoren und entsprechend durch Überreichung eines Pokals gewürdigt. Es wird nach Fahrzeugklassen unterschieden: Klasse „D“ – Fahrzeuge bis 1940, Klasse „E“ – Fahrzeuge ab 1941 bis 1960, Klasse „F“ – Fahrzeuge ab 1961 bis 1970, Klasse „G“ – Fahrzeuge ab 1971 bis 1980 sowie Klasse „K“ – Fahrzeuge ab 1981. Zudem wird selbstverständlich noch ein Gesamtsieger gekürt sowie ein Damenpokal vergeben. Die Siegerpokale werden jeweils dem Fahrerteam, sprich Fahrer und Beifahrer, übergeben.

Ein kleiner Auszug der Gewinner

Weitere Sieger-Fotos der Lindau Klassik 2026 sind in unserer Fotogalerie zu finden.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team

Die Pokal-Abräumer

Das Ergebnis stellt sich wie folgt zusammen: Klasse „D“: Dr. Anton Felder und Claudia Felder mit ihrem historischen Fahrzeug MG 32 aus dem Baujahr 1932. Sieger der Klasse „E“ sind Joan Lechner und Kim Hennrichs mit einem Triumph TR3 aus dem Baujahr 1956. Den Pokal für die Klasse „F“ haben Raphael Gantner und Sonja Falkenstein auf einem legendären Porsche 356 aus dem Baujahr 1962 ergattert. Christian Rose und Louise Rose konnten sich mit ihrem Skoda 120 S Rallye des Baujahres 1971 den 1. Platz in Klasse „G“ sichern. Den Pokal für Klasse „K“ nahmen Lorenz Maak und Susanne Maak in Beschlagnahmung. Sie absolvierten die Rallye erfolgreich mit ihrem VW Golf 1 Cabrio aus dem Baujahr 1981. Und last but not least: Die ultimativen Gesamtsieger, die Könige aller Klassen des Jahres 2026 bei der 29. Lindau Klassik, sind die Sieger der Klasse „E“: Joan Lechner und Kim Hennrichs. Den Damenpokal räumte das Damengespann Arielle Schenkel und Kira Rose mit einem Skoda S110 R, Baujahr 1974, ab. Den Damen sei an dieser Stelle alle Ehre ausgesprochen, denn sie freuten sich sichtlich am deutlichsten über ihren errungenen Pokal.

damenpokal
lakeside-cinematics-mediacars
Die Lakeside Cinematics Mediacars waren bei der Lindau Klassik deutlich mehr im Einsatz, als bei allen anderen bisherigen Events, die wir begleitet haben.

Es gäbe noch mehr zu erzählen

Wie so oft ist es auch diesmal wieder so, dass wir noch viel mehr berichten könnten. Doch aufgrund des bereits verfassten Textumfangs, der in diesem Bericht erneut nicht unerheblich ist, wäre das einfach zu viel des Guten. Deshalb schließen wir nun unsere Ausführungen mit unserem Plädoyer:

 

Die Durchführung der Lindau Klassik ist definitiv eine überdurchschnittlich hohe Teamleistung. Eventvorbereitung, Streckenplanung, Zeitmessung, Team- sowie Teilnehmer-Organisation, Durchführung und die jeweils dazugehörenden behördlichen Themen sind derart aufwendig, dass man schon ein echter Liebhaber sein muss, um all dies bewältigen zu wollen. Uns ist ganz besonders aufgefallen, wie überaus gelassen das Scuderia-Team dabei ist. Wir möchten uns herzlich beim gesamten Team bedanken – und ganz besonders bei Martin Zell, dem Streckenplaner der Scuderia Lindau. Ohne ihn hätten wir nur geringe Chancen gehabt, an all die wichtigen Informationen zu kommen. Zudem hat er mit uns persönlich die wichtigsten Streckenpunkte befahren. 

BMW-M6-Power
Martin und sein BMW M6: Die Testfahrt auf den Schindelberg Montags zuvor. Gefilmt mit unserer Rückkamera am Mediacar installiert. Da hat die Technik noch perfekt funktioniert.

Ereignis der Superlative in unserer Region

Es war ein besonderer Mega-Tag für uns, trotz der hitzebedingten Anstrengung und einiger technischer Pannen. Die Lindau Klassik ist, mit Verlaub, ein einzigartiges Ereignis der Superlative in unserer Region. Ein spezielles Klassiker-Event, dessen tatsächliche Dimension den meisten Besucherinnen und Besuchern beim Start auf der Insel vermutlich verborgen bleibt. Umso dankbarer sind wir für die Einblicke, die uns gewährt wurden, und dafür, dass wir ganz nah am Geschehen sein durften. Obwohl ich selbst Mitglied bei der Scuderia Lindau bin, ist das in dieser Form keineswegs selbstverständlich.

Lindau-Classics-020
Ich habe ihn unbedingt am Abend bevor er gegangen ist, nochmal ansprechen müssen: Der legendäre Doc Fisch, Dr. Fischer aus Lindau. Ich war noch ein kleiner Junge als er mit seinem roten Audi Quattro durch Lindau fuhr, abwechselnd mit weiteren aufreizenden Karossen aus seiner Garage. Doch jedes Mal wenn ich seinen Quattro sah, bin ich fast "ausgeflippt". Der Audi Quattro war seinerzeit einfach das Maß "meiner" Dinge. Das habe ich Doc Fisch auch erzählt, worauf hin er herzlich lächelte.
mr-mrs-smith
Stellvertretend: Mrs. & Mr. Smith, auf deutsch Familie Schmied mit ihrem zauberhaften Morris Mini Traveller aus dem Baujahr 1962. Es war mein letztes Foto des Tages. Wir haben noch ein höchst amüsantes Gespräch geführt. Der Erstbesitzer des Fahrzeuges hieß Smith, also auf deutsch Schmied. Genauso wie seine heutigen Besitzer. Auf jeden Fall hatten die beiden den ganzen Tag über eine prächtige Stimmung. Ich hatte sie bereits am Morgen beim Start fotografiert und da waren sie genauso gut drauf wie am Abend.

Fotogalerie und Videos in Vorbereitung!

Wir sind mit Hochdruck daran das tonnenweise Material zu checken und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen. Unsere Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls du informiert werden willst wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team
golfhotel-autos02
Zum Abschluss noch mein persönliches Lieblingsfoto, das ich am Abend, wo sich alle nich im Golfhotel befanden, ganz in Ruhe aufnehmen konnte. An diesem Foto stimmt aus fotografischer Sicht einfach alles: Elegante Formen, intensive Farben und ein zurückhaltender, dennoch malerischer Vorder- wie Hintergrund.

Unser „Chapeau“ an alle

Deshalb möchten wir mit einem laut gerufenen „Chapeau“ unseren Respekt aussprechen: an alle, die mit ihrer Leidenschaft dazu beigetragen haben, diesen Klassik-Tag zu einem ganz besonders wunderbaren zu machen.

 

Leider müssen wir uns entschuldigen, falls jemand nicht auf seine Kosten gekommen ist oder Fotos und Videos vermisst, die wir angekündigt haben. Wie bereits erwähnt, haben uns Zeit und Technik ein gehöriges Schnippchen geschlagen. Doch wir lernen dazu.

 

Falls es zum 30. Jubiläum kommen sollte, was wir sehr hoffen, dann holen wir alles beziehungsweise das meiste nach – versprochen!

 

Herzlichen Dank an alle und liebe Grüße,
euer Lakeside Cinematics Team

 

Lindau, den 1. Juli 2026
Michael Gfrerer

Autor

Michael Gfrerer

Fotograf, Redaktion

+4915561558245