The Spirit of Glemseck 101

Woodstock der Zweiradverrückten

Coverbild

Gigantisches Motorrad-Spektakel, Mega-Event der Superlative und großartige Geschichten!

Die Legende der Motorradfestivals „Glemseck 101“sprengt alle Erwartungen, jenseits der Vorstellungskraft, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Abertausende Motorräder aller nur denkbaren Gattungen und in beeindruckender Artenvielfalt haben das Glemsecker Gelände, soweit das Auge reicht und die Ohren hören, in ein Motorradtreffen der Superlative verwandelt. Ohne jeden Zweifel ist Glemseck 101 ein absolutes Muss für Motorradfans. Eine Motorradmetropole. Nicht nur wir waren geflasht!

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Das Glemseck 101 Spektakel beginnt schon auf dem Weg zum Gelände: Lange vor dem Eingang zur Meile kommt zunächst die große, voll belegte Motorrad-Parkwiese, die für sich schon ein Bild für Götter ist.

19. Glemseck 101 - Video Impressionen

Laufzeit: 18 Minuten

Fotogalerie und Videos zu unserem Bericht in Vorbereitung

Wir sind mit Hochdruck daran unser Material aufzubereiten und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen können. Unsere Medien sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch sowie für Veranstalter. Falls du informiert werden möchtest, wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team.

Zum 19. Mal hat Europas größtes Motorradfestival von Freitag, den 4. bis Sonntag, den 6. September 2026 in Leonberg, rund um das historische, 120 Jahre alte Hotel Glemseck, das dem Event seinen Namen gibt, stattgefunden. Lakeside Cinematics waren mittendrin. Wir haben zwar damit gerechnet, dass es einen ordentlichen Auflauf geben wird, schließlich geben die Zahlen, die der Veranstalter mit ca. 40.000 Motorradfans angibt, Aufschluss über das Ausmaß des Events, doch die enormen Menschenmassen haben uns live dann doch überrascht. Vor allem am Samstagnachmittag drängten die Besucher so stark auf das Gelände, dass wir in der Masse kaum mehr Aufnahmen entlang der Glemsecker Meile machen konnten. Dafür sind wir am Sonntag extra früh auf dem Gelände gewesen und konnten so einiges mehr fotografisch und videografisch festhalten. Wie immer zeigen wir eine Vielzahl unserer Aufnahmen in der Fotogalerie zu diesem Bericht sowie das Hauptvideo, unsere Videoimpressionen, auf dieser Seite.

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Von vorne bis hinten ist das Glemsecker Gelände für die Tage des Festivals ein Dorf, gefüllt mit dem geballten Lebensgefühl von Bikern, ein Woodstock der Zweiradverrückten: frei, wild und locker.
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Das charmante, landschaftlich schön gelegene Hotel Glemseck, das nicht nur Namensgeber des Glemseck 101 Motorradfestivals ist, sondern eine sehr lange und höchst eindrückliche Geschichte hinter sich hat - und wahrscheinlich auch noch vor sich. Mehr dazu später in diesem Bericht.

Das Woodstock der Zweiradverrückten

Glemseck 101 ist vom Charakter her definitiv nicht vergleichbar mit einer klassischen Motorradmesse. Atmosphärisch gesehen ist es ein Biker-Treffen, wobei das ganz klar untertrieben wäre. Nein, Glemseck 101 ist etwas anderes, etwas Unvergleichbares. Das Glemsecker Gelände wird für die Tage des Festivals zu einem Dorf, gefüllt mit dem geballten Lebensgefühl von Bikern, ein Woodstock der Zweiradverrückten: frei, wild und locker. Und alles ist da: Von ultracoolen Rockern bis zu modernen Rennfahrern, von jungen Schraubern mit abgefahrenen Moped-Kreationen bis zu Motorradveteranen sowie vielen Biker-Gruppen. Mit europäischem und internationalem Teilnehmerfeld und Publikum. 

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Eindrückliche Kulisse: Vor dem Hotel Glemseck steht in Reih und Glied ein tolles Motorrad nach dem anderen. Die Glemsecker Straße wurde zu einer höchst eindrücklichen Flaniermeile für die Besucher

Und rundherum abertausende Motorräder: dicke Zweiradkolosse, abgefahrene Custombikes, durchgeknallte Zweirad-Konstruktionen, Kuriositäten. Zusätzlich ein ordentlich umfangreiches Rahmenprogramm, das über alle Tage geht. Mehr Motorradkosmos geht einfach nicht! Ständig knattern alle möglichen zweirädrigen Objekte herum, immer wieder aufschreiender Motorensound und nicht zuletzt liegt das Parfum, dieser unverwechselbare Mix aus Benzin, Gummi und stellenweise Grillduft, in der Luft. Die Campingwiesen prall gefüllt, abwechselnd mit Zelten und Bikes. Rock ’n’ Roll-Konzerte, Biker-Gottesdienst, Sprintstrecke, Shows: Glemseck 101 ist ganz klar ein einzigartiges Event, ein Epizentrum der Motorradkultur, ein Mekka der Benzinbrüder, ein Wallfahrtsort der Motorradgemeinde!

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Der Weg zur Glemsecker Zweirad-Parallelwelt

Die unzähligen Besucher kann man durchaus als Pilger verstehen. Und die kamen aus dem Sehen und Staunen nicht mehr heraus. Es beginnt schon auf dem Weg zum Gelände, lange vor dem Eingang zur Meile: Zuerst die große, voll belegte Motorrad-Parkwiese, die für sich schon ein Bild für Götter ist, gefolgt von Hunderten den Weg säumenden, in Reih und Glied stehenden Motorrädern, mehr als einen Kilometer lang. Bereits geflasht von den ersten Eindrücken taucht man schließlich vollständig in die Glemsecker Zweirad-Parallelwelt ein und macht sich daran, die rund 2,5 Kilometer lange Veranstaltungsmeile zu beschreiten. Diese führt entlang der für das Event gesperrten Mahdentalstraße sowie der davon abzweigenden Glemseckstraße zum traditionsreichen Hotel Glemseck an der Adresse Glemseck 1, das seit jeher eng mit der Motorsportgeschichte dieses besonderen Ortes verbunden ist.

Historischer Asphalt und Rennstall-Hotel

Wie immer, wenn wir über unsere besuchten Events berichten, ist für uns die Geschichte dahinter spannend. Ganz besonders eindrucksvoll ist die des Glemsecker Events, das auf ehrwürdigem, historischem Asphalt stattfindet: Auf der Mahdentalstraße, die an dem Hotel Glemseck vorbeiführt, jagten durch das Mahdental einst Rennmaschinen und Formelwagen. Ihre große Zeit erlebte die Strecke in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren mit den legendären, sogenannten „Solitude-Rennen“. Die dort durchgeführten Motorrad-Weltmeisterschaftsläufe und hochkarätigen Automobilrennen lockten seinerzeit, man höre und staune, teilweise mehrere Hunderttausend Zuschauer an die prominente Rennstrecke. Die ruhmreiche Historie reicht sogar noch deutlich weiter bis ins Jahr 1903 zurück, als bis 1924 Motorrad-Bergrennen durchgeführt wurden.

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Wir sind mit Hochdruck daran unser Material aufzubereiten und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen können. Unsere Medien sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch sowie für Veranstalter. Falls du informiert werden möchtest, wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team.

An der Mahdentalstraße führt eine Abzweigung zur Glemseckstraße, an der nur ca. 100 Meter entfernt das Hotel Glemseck liegt. Es wurde im Jahre 1906 erbaut. Das traditionsreiche Hotel ist somit seit sehr langer Zeit eng mit der Motorsportgeschichte an der ehemaligen Solitude-Rennstrecke verbunden. 2006 feierte das Hotel Glemseck sein 100-jähriges Bestehen. Gleichzeitig fand rund um das Hotel erstmals jene Motorradveranstaltung statt, aus der sich das heutige Glemseck 101 entwickeln sollte. Wir gehen an dieser Stelle auf die Namensgebung ein, die uns zugegebenermaßen zunächst etwas irritierte: Was bedeutet Glemseck 101? Wir versuchen es zu erklären: Zunächst ist das Tal der "Glems", ein Nebenfluss der Enz, der grundlegende Namensgeber des ersten Teils des Namens. Der Zusatz "Eck" beschreibt die geografische Lage zum Fluss und bildet den zweiten Namensteil. Kommen wir zum Namenszusatz 101: 2006 wurde das 100-jährige Bestehen des Hotels gefeiert. In Verbindung mit dem ersten dortigen Motorradtreffen hat man die Zahl 100 des Hoteljubiläums mit der 1, der Geburt des Treffens, zur 101 vereint. Witzig ist, dass auch die Hoteladresse die 1 trägt, nämlich Glemseck 1. So kommen der Name des Ortes und die Hausnummer ebenso prägnant zusammen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus ein eigenes Markenzeichen und schließlich der Name eines Festivals, das heute weit über die Region hinaus bekannt ist und zu den bedeutendsten Treffpunkten der europäischen Motorrad- und Custom-Szene zählt.

Solitude, ein Jagd- und Lustschloss

Die Begrifflichkeit der Solitude-Rennen „Solitude“ zielt auf ein in etwa 4 Kilometer Nähe zum Glemseck Hotel gelegenes Schloss ab, genauer gesagt auf ein Jagd- und Lustschloss, das ein gewisser Herzog Carl Eugen von Württemberg 1763 als Rückzugsort erbauen ließ. Was auch immer mit Lustschloss gemeint ist, lassen wir an dieser Stelle einmal offen. Was feststeht, ist dass der Name des Schlosses das französische Wort Solitude für Einsamkeit verwendet. Seit 1903 führte das erste Motorrad-Bergrennen vom Stuttgarter Westen hinauf zum Schloss Solitude. Als daraus 1925 ein großer Rundkurs entstand, erhielt das Rennen den Namen „Rund um die Solitude“. Die Bezeichnung blieb auch später erhalten, als die Rennstrecke verlegt und schließlich durch das Mahdental geführt wurde.

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Quelle: Wikipedia | Das Schloss Solitude in etwa 4 Kilometer Nähe zum Glemseck Hotel. 1903 führte das erste Motorrad-Bergrennen vom Stuttgarter Westen über das Hotel Glemseck, das den Fahrern als Fahrerlager und Erholungsort diente, hinauf zum Schloss Solitude.

Ein ganz besonderes Hotel: Glemseck

Wie zuvor erwähnt, hat das charmante, landschaftlich schön gelegene Hotel Glemseck, das nicht nur Namensgeber des Glemseck 101 Motorradfestivals ist, eine sehr lange und höchst eindrückliche Geschichte hinter sich. Wir möchten aus Ehrfurcht vor dieser Historie eingangs noch ein paar Worte dazu schreiben. In diesem Jahr 2026 wird es 120 Jahre alt, und man kann mit Sicherheit sagen, dass es nie ein Hotel war wie die meisten anderen. Denn zu Zeiten des aktiven Motorsports in den 1950er- bis 1960er-Jahren war es Unterkunft für Rennfahrer und Teammitglieder und hatte zugleich die Funktion eines Fahrerlagers. Die umliegenden Garagen und Scheunen wurden zudem als Werkstätten genutzt. Das Hotel war seinerzeit ein gesellschaftlicher Treffpunkt der damaligen Rennszene. Heute sind das Hotel und das Restaurant wegen einer geplanten Sanierung geschlossen. Der Biergarten und der Saal für Veranstaltungen werden jedoch weiterhin genutzt. Im April findet traditionell die Motorrad-Saisoneröffnung statt, verbunden mit dem ersten Motorradgottesdienst des Jahres. An Heiligabend erwacht das Glemseck noch einmal zu besonderem Leben, bevor das Jahr mit dem Heiligabend-Treffen und Motorradgottesdienst seinen Ausklang findet. Das eigentlich Spannende ist jedoch, dass dem Hotel eine Verwandlung bevorsteht: Das traditionsreiche Haus soll nach seiner Sanierung wieder eröffnet werden als „Motorsporthotel Glemseck“. Wie bewegend, dass dieses ehrwürdige Haus des Motorsports zu neuem Leben erwachen und damit auf ganz besondere Weise zu seinen eigenen Wurzeln zurückkehren wird. 

Prinzip des freien Eintritts

Bemerkenswert ist, dass trotz der enormen Dimension des Events von den Besuchern kein Eintritt verlangt wird, und das gilt sogar für die abendlichen Konzerte. Auch das Parken eines Motorrades war sowohl vor als auch innerhalb der Eventstrecke kostenfrei möglich, solange dort noch ausreichend Platz vorhanden war. Finanziert wird das Glemseck 101 demnach über andere Kanäle. Unzählige Autos parkten vor dem Veranstaltungsgelände auf einer großen Wiese auf dem Rappenberg. Für das Parken wurde eine vergleichsweise faire Gebühr von 10 Euro pro Tag beziehungsweise 15 Euro für das gesamte Wochenende erhoben. Für Wohnmobile, Camper und ähnliche Fahrzeuge, die ebenfalls im Bereich des Rappenbergs abgestellt wurden, fielen 60 Euro für das Wochenende an. Für das Camping der Motorradfahrer wurde, abhängig von der Größe des Zeltes, eine Gebühr zwischen 25 und 50 Euro erhoben. Auch die Aussteller tragen einen wesentlichen Teil zur Finanzierung bei. Für die Standflächen werden, abhängig von Lage, Größe und Ausstattung, entsprechende Standgebühren berechnet. 

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Die große Parkplatz-Wiese auf dem Rappenberg. Die Luftaufnahme ist vom Sonntag um den Mittag herum. Am Samstag war hier kein einziger Platz mehr frei.

Bei mehr als 100 Ausstellern, die laut Veranstalter auf der insgesamt über drei Kilometer langen Händlermeile vertreten waren, kommt allein hier bereits ein beachtlicher Aufwandsbeitrag zusammen. Hinzu kommen wahrscheinlich weitere Einnahmen rund um die Veranstaltung, wie z. B. bei der Verpflegung und Ähnlichem. Dennoch wurde bei der Eröffnung der 1/8-Meile ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Event dieser Größenordnung ohne Sponsoren und ohne die Unterstützung aus der Region beziehungsweise der Regionalpolitik kaum durchführbar wäre. Das Glemseck 101 vermittelt damit nicht den Eindruck einer rein kommerziellen und auf maximale Gewinnerzielung ausgerichteten Veranstaltung. Vielmehr ist ein erheblicher Teil der Einnahmen notwendig, um Organisation, Infrastruktur, Sicherheit, Streckensperrungen, Technik, Personal und das umfangreiche Rahmenprogramm überhaupt finanzieren zu können. Gerade vor diesem Hintergrund ist es umso bemerkenswerter, dass der Veranstalter bis heute am Prinzip des Gratis-Eintritts festhält und damit den freien Zugang zu einem der größten Motorradfestivals Europas ermöglicht. Wir sind davon begeistert und wünschen dem Veranstalter, dass dies auch in Zukunft möglich bleiben wird.

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Die Aussteller-Stände waren auch schön anzusehen und sie haben allesamt das besondere Ambiente der Veranstaltung aufgegriffen.

Aussteller-Meile im Glemseck-Ambiente

Auch hier kann das Glemseck 101 Motorradfestival nicht mit einer klassischen Ausstellermesse verglichen werden. Die Aussteller, die sich links entlang des Weges vom Eingang bis nach hinten zur 1/8-Meile und zur abzweigenden Straße zum Hotel Glemseck aneinanderreihten, haben allesamt das besondere Ambiente der Veranstaltung aufgegriffen. Besonders nahbar, individuell gestaltet, teilweise mit enormem Aufwand präsentierte Bikes und an einigen Ständen mit Sound, von Rock bis Technomusik. Ich würde es so beschreiben, dass die Aussteller in etwa ein Viertel bis ein Drittel des Eventerlebnisses ausmachen. Und auch hier ist der reine Kommerz scheinbar eher zweitrangig, dabei sein ist alles.

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Eine geniales Modell für die Fotokamera von einer Spezialanfertigung der Firma Signature Bike. Auch der Stand war mit detailliertem Feinsinn sehr schön hergerichtet.

Und zwischen all den Firmenausstellern findet sich am Glemseck auch eine ganz andere Form der Motorradleidenschaft. Seehaus e.V. und die eigene Custom-Werkstatt Glemseck Moto verwandeln seit Jahren gespendete Serienmotorräder in außergewöhnliche Einzelstücke, die anschließend für einen guten Zweck verlost werden. Dieses Jahr entstanden gemeinsam mit Master-Customizer Enrico de Haas von Wannabe-Choppers gleich zwei Royal Enfield Shotgun 650: die kunstvoll aufgebaute PARIVAR als Verlosungsmotorrad und die radikale Rennmaschine SHILPA, die nächstes Jahr versteigert werden soll. Aber auch einige Clubs haben, vor allem im westlichen Teil des Geländes angesiedelt, ihre Custombike-Kreationen präsentiert. Und auch bei ihnen standen traumhafte Maschinen, bei denen man etwas länger hängen blieb und staunte: vom liebevoll gepflegten Klassiker über seltene Sondermodelle bis zu teils radikalen Eigenbauten. Alles in allem ist die gesamte Ausstellermeile eine Besonderheit für jeden Motorradfan. Für jeden ist etwas dabei, und ich bin mir absolut sicher, dass viele Fanherzen höher geschlagen haben.

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Das Thema Custom Bikes war beim Glemseck 101 Festival stark vertreten. Man kann beschreiben, dass es genau so viele Custom Bikes gab wie "normale" Motorräder, sowohl als Ausstellung als auch bezüglich der Besucherbikes.

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Seehaus e.V. – Eine zweite Chance

Da wir bei den Vorbereitungen und auch auf dem Glemseck-101-Event selbst immer wieder auf den Namen bzw. den Verein „Seehaus e.V.“ gestoßen sind, wollten wir etwas genauer hinsehen, was es damit auf sich hat. Was unserer Meinung nach etwas untergeht bzw. wenige verstehen, wollen wir deshalb heraufholen an das „Tageslicht“. Schließlich sind wir auch dem Journalismus verpflichtet. Und es hat sich gelohnt, denn hinter Glemseck steckt neben der unglaublichen Historie noch eine andere ebenso faszinierende und gleichzeitig eine in höchstem Maße von Menschlichkeit und Hoffnung erzählende Tatsache. Die Zusammenhänge sind ein wenig komplex, ich versuche sie wie folgt zu erläutern: Der Veranstalter, die „Glemseck GmbH“ ist eine hundertprozentige Tochter des Seehaus e.V. Damit steht der Verein Seehaus wirtschaftlich und strukturell hinter der Glemseck GmbH. Der Vereinsname benennt letztlich ein Gebäude, wie es „Seehaus“ bereits vermuten lässt. Es ist ein sehr historischer Gebäudekomplex, erbaut 1609, der sich oberhalb des Glemseck befindet. Hinter Seehaus e.V. steht jedoch auch ein spezielles, höchst löbliches Konzept. Es ist eine Einrichtung für den Jugendstrafvollzug in freier Form. Junge Männer, die zu einer Haftstrafe verurteilt wurden, können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Haftzeit dort verbringen. Statt klassischer Gefängnismauern erwartet sie strukturierter Alltag mit Schule, Ausbildung, Arbeit, Sport, Regeln und Verantwortung. In familienähnlichen Wohngruppen sollen die Jugendlichen lernen, ihr bisheriges Leben neu zu ordnen und sich auf eine Zukunft ohne Straftaten vorzubereiten. Hier schließt sich der Kreis zum Glemseck 101. Mit „Glemseck Moto“ betreibt das Seehaus eine eigene Motorradwerkstatt. Dort arbeiten die Jugendlichen gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten an Motorrädern, lernen Metallbearbeitung, Technik und handwerkliche Fähigkeiten und erleben am Ende etwas, das in ihrer bisherigen Biografie nicht selbstverständlich war: Anerkennung für etwas, das sie Selbst geschaffen haben. Aus Fähigkeiten, die vielleicht einst auf die falsche Weise eingesetzt wurden, entsteht plötzlich etwas Schönes. So entstand gemeinsam mit dem bekannten Customizer Enrico de Haas von Wannabe-Choppers aus einer von Royal Enfield zur Verfügung gestellten Shotgun 650 die wunderschöne PARIVAR. Das außergewöhnliche Custombike wurde dieses Jahr beim Glemseck 101 für einen guten Zweck verlost. Und dieser gute Zweck besitzt eine bemerkenswerte Symbolik: Die Verlosung unterstützt die Opfer- und Traumaberatung des Seehaus e.V. Dieser Hintergrund gehört für mich zu der stillsten, jedoch zugleich stärksten Geschichte des Glemseck 101.

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Die legendäre 1/8-Meile, der Ort an dem das Glemseck 101 endgültig zum Megaspektakel wird. Rund 201 Meter Asphalt liegen zwischen Start und Ziel. Schnelle Reaktion, optimale Traktion und Maximalbeschleunigung sind gefragt um als Sieger heraus zu gehen.
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Eine attraktive junge Lady schwenkte die Startfahne zum Start mit einem sexy Hüpfer in die Luft. Zuvor macht das Flag Girl noch ein cooles Handzeichen, indem sie mit zwei Fingern zunächst auf ihre Augen zeigt und damit anschließend jeweils auf die Augen der Fahrer deutete.

Beim Showdown zählen für wenige Sekunden Reaktion, Traktion und der Vorwärtsdrang der Maschinen. Was folgt, ist ein Aufheulen der Motoren, ein kurzer Sprint, möglichst bei Maximalbeschleunigung. Das ganze Spektakel wird wortgewandt moderiert von Steven Flier, der Stimme, die untrennbar mit der 1/8-Meile verbunden ist. Steven ist seit den Anfängen Teil der Glemseck-101-Organisation. Er ist Creative Director und im Auftrag der Glemseck GmbH unter anderem für Presse, Social Media sowie die gesamte Organisation der 1/8-Meile verantwortlich. Selbst das weltweit bekannte Löwenkopf-Logo des Glemseck 101 stammt aus seiner Feder. Als ehemaliger Langstrecken-Testfahrer des Motorradmagazins MO bringt er zudem selbst reichlich Benzin im Blut mit.

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Die legendäre 1/8-Meile

Glemseck 101 ist de facto ein einzigartiger Mix aus Motorradfestival, Rennsport, Custom-Culture, Rock ’n’ Roll und einer gehörigen Portion Benzin im Blut. Und dann ist da noch dieser spezielle Ort, an dem das Glemseck 101 endgültig zum Megaspektakel wird: die legendäre 1/8-Meile. Gerade einmal rund 201 Meter Asphalt liegen zwischen Start und Ziel. Doch auf kaum einer anderen Strecke verdichten sich Adrenalin, Motorengeschrei und Spannung derart kompromisslos. Zwei Maschinen stehen sich gegenüber, die Fahrer hochkonzentriert, die Menge dicht an der Strecke auf einer langen, eigens aufgebauten Zuschauertribüne. Keine elektronische Startampel, keine sterile Rennsportinszenierung. Gestartet wird ganz klassisch mit der Flagge, die von einer attraktiven jungen Lady mit einem sexy Hüpfer in die Luft geschwungen wird. Zuvor macht das Flag Girl noch ein cooles Handzeichen, indem sie mit zwei Fingern zunächst auf ihre Augen zeigt und damit anschließend jeweils auf die Augen der Fahrer deutete.

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Das ganze Spektakel wird wortgewandt moderiert von Steven Flier, der Stimme, die untrennbar mit der 1/8-Meile verbunden ist.
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Die gut gelaunten Sieger, Platz 1 bis 3, der Sprint-Runde "101 Sprint International "The Beast Class".

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Wir sind mit Hochdruck daran unser Material aufzubereiten und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen können. Unsere Medien sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch sowie für Veranstalter. Falls du informiert werden möchtest, wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team.

Info zu unserem Bericht

Wir kennen uns zwar stellenweise ein wenig im Motorsport aus, doch sind wir definitiv keine Rennsport-Reporter. Zudem würden die verschiedenen Sprintklassen, deren Aufzählung und Details sowie die Nennung der Teilnehmer und Sieger den Rahmen unserer Berichterstattung sprengen. So berichten wir eher über die Veranstaltung, wie wir sie jeweils emotional erlebt haben. Es geht uns bei „unseren“ Events vordergründig auch nicht darum, einen Haufen Social-Media-Posts zu generieren, obwohl die natürlich auch sein müssen. Aber das machen andere viel exzessiver als wir, was auch völlig okay ist. Wir haben auch aus diesem Grund die berüchtigten Glemsecker 1/8-Meile-Rennen, die den ganzen Samstag- und Sonntagnachmittag stattfanden, nicht allesamt verfolgt, sondern uns auch um andere Themen bemüht. Über die einzelnen Teilnehmer und Sieger etc. berichten wir deshalb nicht wirklich. Wir verweisen dabei auf den Veranstalter und weitere Informationsanbieter, die wir stets gerne am Ende unserer Berichterstattung verlinken.

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Hinter dem Hotel Glemseck befindet sich die weitläufige, schätzungsweise rund zwei Hektar große Wiese auf der das Biker-Zeltdorf errichtet wurde. Der Anblick mit noch mehr Motorrädern als Zelte ist einzigartig. In dieser Form gibt es so etwas definitiv nur selten zu sehen.

Biker-Camping bei Motorradwetter

Am Samstagnachmittag, nach den ersten Rennen auf der 1/8-Meile, mussten wir unserer drohenden Unterzuckerung durch Nahrungsaufnahme entgegenwirken. Mit einer leckeren, frisch zubereiteten Dinnete aus dem Holzofen begaben wir uns an den Anfang des eigens errichteten Glemseck-101-Campingplatzes hinter dem Hotel Glemseck. Wir ließen uns auf der davor liegenden Wiese im Schatten nieder, um unser Mahl zu verzehren. Apropos Schatten: Der Glemsecker Wettergott segnete das Event mit bestem Motorradwetter. Es war warm, aber nicht zu heiß, also genau richtig für eine solche Veranstaltung. Wie wir alle wissen, kann eine Veranstaltung im Freien bei regnerischem Wetter ein vollkommen anderes Gesicht zeigen. Man denke nur an die Schlammschlachten rund um Wacken, die wohl den meisten aus persönlicher Teilnahme oder diversen Medienberichten bekannt sein dürften. Wie bereits geschrieben, dem nicht so beim diesjährigen Glemseck 101. Es hat zwar am Samstagmorgen noch etwas leicht geregnet, doch die Erde blieb relativ trocken, sodass die Feuchtigkeit noch am Vormittag bei aufkommender Sonneneinstrahlung verdunstete.

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Einige Camper ruhten im oder auch außerhalb des Zeltes, sicherlich auch dadurch begründet, dass am Abend zuvor ein wenig alkoholische Getränke in die geneigte Bikerkehle geflossen waren.

Nach dem Mahl und einer kurzen Pause begaben wir uns sodann auf die weitläufige, schätzungsweise rund zwei Hektar große Wiese beziehungsweise in das Glemsecker Motorrad-Zeltdorf. Wir wurden gleich mal von übermütigen Bikern mit einigen Wassersalven aus einem Spritzwassergewehr begrüßt. Der Anblick der Zelte mit noch mehr Motorrädern ist schon eine einzigartige Angelegenheit für das Auge. In dieser Form gibt es so etwas definitiv nur selten zu sehen. Einige Camper ruhten im oder auch außerhalb des Zeltes, sicherlich auch dadurch begründet, dass am Abend zuvor ein wenig alkoholische Getränke in die geneigte Bikerkehle geflossen waren. Was uns relativ rasch auffiel, war, dass einige der Genossen ein wenig kamerascheu waren. Publikumsverkehr sind sie anscheinend nicht so gewohnt. Es verirrte sich auch kaum einer der Besucher zu ihnen. So verzichteten wir darauf, die Camper beim Ausruhen mit unseren Kameras zu beobachten beziehungsweise zu dokumentieren, und beschränkten uns auf einige wenige Aufnahmen. Schließlich waren wir deutlich in der Unterzahl und wollten uns ja nicht mit einem ganzen Biker-Zeltdorf anlegen. Dies mit einem Augenzwinkern so geschrieben, denn selbstverständlich gehören wir zu denjenigen Reportern, die mit Ethik und Respekt vor den Menschen arbeiten.

The-Booze-Bombs
Am Samstag Abend gab es Konzerte auf der Glemseck 101 Main Stage hinter dem Hotel Glemseck: Mit Rockabilly Sound, dem Rock ’n’ Roll der 50er-Jahre, heizte The Booze Bombs dem Publikum ein.

Rockabilly-Live-Konzerte

Am Samstagabend sind Levi und meine Person nach einer Kurzen Pause in unserem Hotel und Abendessen wieder zum Glemseck 101 gefahren, um eines der Konzerte zu erleben. Am Rande erwähnt, doch interessant festzustellen, dass Leonberg wohl an dem Glemseck-101-Wochenende ausgebucht war. Wir waren im Plaza Inn untergebracht, das voll war. In der Tiefgarage standen viel mehr Motorräder als Autos und wahrscheinlich jeder, der im Hotel war, hatte irgendetwas mit Glemseck-Festival zu tun. Doch zurück zum Abend. Musikseitig wurde ganz bewusst Rockabilly, der frühe Rock ’n’ Roll und 50er-Jahre-Kult zelebriert. Die Konzerte fanden auf der 101 Main Stage beim Hotel Glemseck statt, und auch hier galt freier Eintritt. Das Bühnenprogramm lief bis 1 Uhr nachts.

Die erste große Abendband waren The Booze Bombs aus dem Raum Calw im Nordschwarzwald. Sie heizten dem Publikum stellenweise ordentlich ein, und auch ich, der die Videokamera trug, wippte mit, was ich jedoch mit Rücksicht auf die Videoaufnahmen deutlich reduzieren musste. Der eigentliche Höhepunkt der Samstagnacht war jedoch das 25-jährige Jubiläum von The Pinstripes. Die süddeutsche Rockabilly-Band besteht seit 2001 und ist seit vielen Jahren eng mit dem Glemseck verbunden. Das Jubiläum wurde deshalb direkt auf der 101 Main Stage gefeiert. Wir von Lakeside Cinematics waren jedoch nur beim Konzert der Booze Bombs bis 22 Uhr anwesend, weil wir für den nächsten Tag fit sein mussten. Schließlich haben wir vom Samstag gelernt, dass es unmöglich ist, sinnvolle Medienaufnahmen zu machen, wenn die Hölle los ist, sprich: wenn wir uns durch die Besuchermassen kämpfen müssen. So haben wir den Sonntagmorgen bereits um 9 Uhr auf dem Glemsecker Areal begonnen und konnten einige Aufnahmen mehr oder weniger ungestört machen.

Vaterunser im (Motorrad-)Himmel

So mancher Pfarrer würde sich wünschen, dass seine Sonntagsandacht bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Nichts einfacher als das, er muss dafür lediglich seine Predigt auf der Main Stage des Glemseck-101-Festivals abhalten. Denn am Sonntagmorgen veränderte sich der Rhythmus des Glemsecker Events. Pfarrer Jürgen Schwarz übernahm. Und als wären Biker die Heiligsten auf Erden, wurde es tatsächlich voll auf den Bänken vor der Konzertbühne. Pfarrer Schwarz hielt allerdings keine übliche Sonntagsandacht, sondern einen Motorradgottesdienst ab.

Wie wir erfahren haben, gehört Herr Schwarz bereits seit vielen Jahren praktisch zum Inventar des Glemseck 101. Um christliche 11 Uhr, zu einer Uhrzeit also, bei der die Glemsecker Nachtfeiernden wieder unter den Lebenden sein könnten, hielt Pfarrer Schwarz seine Ansprache mit dem Leitthema „Botschaft des Aufbruchs“. Musikalisch begleitet wurde er von der EJW-Band. Diese Band, ich hoffe ich habe es nicht falsch verstanden, tritt nur einmal im Jahr auf und zwar zum Glemseck 101. Zu Pfarrer Schwarz möchten wir betonen, dass er sehr cool ist. Ein toller Mensch, der heute Schulleiter des Gymnasiums Rutesheim ist. Er war aber zuvor Bezirksjugendpfarrer und Pfarrer der Stadtkirche Leonberg.

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Motorradgottesdienst, wenn Mensch und Motor schweigt

Motorradfahren bedeutet Freiheit, Leidenschaft und ein ganz besonderes Lebensgefühl: Der Fahrtwind, die Landschaft, die Kurven und dieses Gefühl, mit der Maschine für eine gewisse Zeit eins zu werden, sind der ultimative Kick an der Sache. Doch zu dieser Freiheit gehört auch eine andere Seite. Ein Augenblick der Unachtsamkeit, ein falsch eingeschätztes Manöver oder eine unerwartete Situation auf der Straße können genügen, um aus einem schönen Motorradausflug plötzlich herausgerissen und in die Hölle auf Erden katapultiert zu werden. Die Gemeinschaft der Motorradfahrer ist damit nicht nur eine Freiheits-, sondern auch eine Schicksalsgemeinschaft, die bei einem Motorradgottesdienst noch einmal ganz bewusst in Erinnerung gerufen wird: Pass auf dich auf, pass auf die anderen auf, helft euch gegenseitig. Somit sind Motorradgottesdienste im Prinzip nicht wirklich nur eine „Veranstaltung“ für besonders religiöse Menschen. Vielmehr bieten sie einen Moment des Innehaltens innerhalb einer Gemeinschaft, die ebenso freiheitsliebend wie abenteuerlustig ist. Es soll in sich gegangen und auch derjenigen gedacht werden, die man möglicherweise durch Motorradunfälle verloren hat. Deshalb besitzt der Segen eines Motorradgottesdienstes eine ganz besondere Symbolkraft. Möge Gott bei dir sein, möge dein Schutzengel dir immer zur Seite stehen, kehre gesund zurück. Wenn anschließend die Motoren wieder anspringen, klingt ihr Geräusch für einen kurzen Moment ein wenig anders. Nicht leiser, sondern bewusster.

Als Pfarrer Schwarz zum Vaterunser einstimmte, war die Stimmung besonders bemerkenswert. Das Gottesdienstpublikum raunte stellenweise mit, wobei man schon bemerken konnte, dass der Gebetstext nicht bei jedem aus den Gehirnzellen auswendig abrufbar war. Doch das war im Prinzip gleichgültig, denn alles, was zählte, waren der Wille und das Dabeisein. Abseits des Gehabes, abseits der Coolness, hinein in die Menschlichkeit, für die Pfarrer Schwarz in seiner Andacht mehrfach geworben hat. Nach dem Gottesdienst ist Pfarrer Schwarz dann zur geistlichen Segnung der 1/8-Meile geschritten.

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Wir von Lakeside Cinematics haben uns rasch zur Rennstrecke bewegt, um noch vor der Publikumsbewegung dort sein zu können. Was wir nicht erwartet hatten, war, dass Pfarrer Schwarz auf einem Motorrad sitzend auf der 1/8-Meile erscheinen würde. In seinem Pfarrgewand raste er die Strecke entlang, wobei seine Robe durch den Wind aufgebläht wurde und wild dabei flatterte, was besonders für Stimmung auf der Publikumstribüne sorgte. Ein Moment zum Schreien, ein Moment, der die Sympathie für diesen Pfarrer in Himmelshöhe trieb, wodurch auch seine Streckensegnung unter enormem Beifall der Zuschauer stattfand. Wie wir erfahren haben, hat er 2015 selbst an einem Rennen auf der Glemsecker 1/8-Meile teilgenommen. Und zwar in einem Showrun gegen einen Polizeibeamten, passenderweise unter dem Motto „Mr Holy Spirit vs. Mr Police“. Schwarz gewann seinerzeit das Duell.

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Ein ganz besonderer Eventabschluss

Einen ganz besonderen Schlusspunkt setzte das Glemseck 101 am späten Sonntagnachmittag auf jenem Asphalt, auf dem zuvor zwei Tage lang um jeden Meter gefahren worden war. Die legendäre 1/8-Meile wurde noch einmal zur großen Bühne der Glemseck-Familie. Wo zuvor die Rennfahrer gegeneinander angetreten waren, stand zum Abschluss das Gemeinsame im Mittelpunkt. Sowohl die Rennfahrer konnten nochmals mit ihrem Bike auf die Strecke als auch weitere Motorradfahrer. Nicht um zu rasen, sondern um sich und das zugehörige Bike zu zeigen, Foto- und Videografie war zu diesem Anlass ausdrücklich gewünscht. Ein passenderes Finale für den viel beschworenen „Spirit 101“ des Glemseck 101 hätte man sich wohl kaum ausdenken und wünschen können. Hier sind viele coole Aufnahmen entstanden. Doch diese leider nicht von uns. Warum das so war, erläutere ich nachfolgend.

Diesmal Technik okay, Gesundheit nicht

Hin und wieder haben wir bei Eventbegleitungen ärgerliche technische Probleme mit unserem Medien-Equipment. Dieses Mal jedoch Gott sei Dank nicht, doch hatten wir mit anders gearteten Problemen zu kämpfen: Leider litt der Lakeside-Cinematics-Chef Levi noch unter den letzten Auswirkungen einer Sommergrippe. Er hätte beinahe absagen müssen, was den Worst Case bedeutet hätte. Und auch unsere Assistenz Diana war von einer Erkältung angeschlagen, sodass wir nicht bis zum Schluss des Sonntags bleiben konnten. Die beiden Kranken, die eigentlich zuhause ins Bett gehörten, waren somit Sonntagmittag bereits erschöpft, vor allem mit dem anstrengenden Samstag-Vortag auf dem „Buckel“. So haben wir den krönenden Abschluss nicht mehr miterlebt, was zwar schade ist, doch die Gesundheit geht vor und wir verließen aus Rücksicht darauf das Event bereits am frühen Nachmittag. Immerhin haben wir das, was wir haben, auch wenn es hätte mehr sein können.

Lakeside-Cinematics-Michael
Ich war wohl der fitteste von Lakeside Cinematics am Glemseck 101 Wochenende. Levi und Diana kränkelten leider, doch haben Sie soweit möglich durchgezogen.

Fotogalerie und Videos zu unserem Bericht in Vorbereitung

Wir sind mit Hochdruck daran unser Material aufzubereiten und benötigen noch eine kleine Weile bis wir damit online gehen können. Unsere Medien sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch sowie für Veranstalter. Falls du informiert werden möchtest, wenn die Galerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Sodann herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team.

Zusammenfassung

Das marken- und typenoffene Megaevent Glemseck 101 Motorradfestival ist eine einzigartige Veranstaltung der Superlative, die mit einem gigantischen Aufwand organisiert und durchgeführt wird. Dahinter steht ein professionelles Unternehmen, die Glemseck GmbH mit Sitz im gleichnamigen Hotel, adressiert in Glemseck 1, 71229 Leonberg. Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung kann schnell das Gefühl der für ein solches Event so wichtigen Lockerheit verloren gehen, was jedoch beim Glemseck 101 definitiv nicht der Fall und zu keiner Zeit zu spüren ist. Man muss sich vorstellen: Ein Team aus mehr als 250 Personen inklusive Helferpersonal macht das ganze Spektakel überhaupt möglich. Man hat zu keiner Zeit den Eindruck, als gehe es hier um große Renditen, sondern im Gegenteil: Glemseck 101 ist eine leidenschaftliche, ehrliche Veranstaltung, die die Kultur der Motorradleidenschaft zelebriert und in traditioneller Art und Weise in Ehren und am Leben hält. Meine Person als ehemaliger Motorradfahrer beziehungsweise Chopperfahrer und Levi, der ebenso ein bekennender Motorradfan ist, können dies, so denken wir jedenfalls, entsprechend beurteilen.

Wir möchten uns herzlichst für die unkomplizierte Akkreditierung als Presseteam bedanken, hier besonders bei Steven Flier, und wir freuen uns über unser produziertes Medienmaterial, das wir im Nachgang mit Sicherheit noch einige Zeit verbreiten werden.

 

Und wer weiß, vielleicht schaffe ich mir doch wieder ein Motorrad an. Allein schon wegen des Glemseck 101 Events. Es hat mich wieder angesteckt, sozusagen das Feuer entfacht. Und dann komme ich mit Bike und Zelt und erlebe das Festival „inside“ und berichte darüber aus diesem Blickwinkel. 

 

So verbleibe ich in diesem Sinne 😊

 

Lindau, den 8. September 2026
Michael Gfrerer
 

HINWEIS:
Berichts-Version 0.8 (ohne Foto-Erweiterung, ohne Foto-Galerie)
Vervollständigung erfolgt in den kommenden Tagen.

Autor

Michael Gfrerer

Fotograf, Redaktion

+4915561558245