15. Internationaler Eichenberg Rennslalom 2026

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Motorsport Mekka Eichenberg

Am zweiten Oktoberwochenende, dem 10. und 11. Oktober, fand das Internationale Bergrennen Eichenberg in seiner 15. Auflage statt. Motorsportler der regionalen Rennszene und aus dem nahen Ausland kämpften auf der kurvenreichen Panoramastraße zwischen Lochau und Eichenberg um die letzten Meisterschaftspunkte der Rennsaison. Der Eichenberg Rennslalom gehört zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Österreich.

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Die Zuschauer waren begeistert vom Eichenberger Rennwochenende. Auch die Jüngsten staunten über die knatternden Rennfahrzeuge.

Eichenberg Rennslalom 26 - Video Impressionen

Laufzeit: 15:30 Minuten

Vorschau Fotogalerie vom Regensamstag

HINWEIS: Einige Fotos vom Regensamstag haben wir online gestellt. Falls du informiert werden möchtest, wenn die gesamte Fotogalerie steht, dann sende uns einfach eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de. Wir geben gerne Bescheid. Herzliche Grüße vom Lakeside Cinematics Team.
Fotos zum Regensamstag (vorerst)
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HINWEIS: Die Fotogalerie für den Sonntag dauert noch eine Weile. Wir müssen um Geduld bitten, weil der Aufwand bei der Menge, die wir verarbeiten müssen, relativ hoch ist. Die Fotos vom Sonntag werden dann in einzelne Kategorien abgelegt. Falls jemand über Onlinegang der vollständigen Fotogalerie informiert werden möchte, bitten wir um eine E-Mail an: info@lakeside-cinematics.de.

Krönender Abschluss des Internationalen Vorarlberger Automobilcups

Das Eichenberg Rennen bildet traditionell den krönenden Abschluss des Internationalen Vorarlberger Automobilcups, einer Motorsportserie, deren Geschichte bis ins Jahr 1980 zurückreicht. Zugleich war es der Finallauf des 47. Vorarlberger Dinovino Automobil Cups. Der Rennstart am Samstag war feucht, stellenweise sogar richtig nass. Umso glücklicher waren alle, dass Petrus wenigstens am Sonntag ein Einsehen hatte und den Motorsportenthusiasten einen trockenen Renntag bescherte.

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In Reih und Glied standen die Fahrzeuge am Eichenberg und warteten auf den Start, um dann im schnellstmöglichen Tempo die 1.500 Meter lange Bergstrecke hinauf zu rasen.

Eichenberg wird zum internationalen Automobilsport-Mekka

Was im Jahr 2011 mit der ersten Austragung des heutigen Eichenberger Rennslaloms begann, entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Vorarlberger Motorsportkalenders. Bereits wenige Jahre später lockte die Veranstaltung zahlreiche Rennfahrer aus dem In- und Ausland an. Die reizvolle Panoramastraße oberhalb des Bodensees bietet dabei eine ebenso spektakuläre wie anspruchsvolle Kulisse. Dass der Rennslalom inzwischen zum 15. Mal ausgetragen werden konnte, ist nicht zuletzt dem Engagement des Renn- und Rallyeclubs Vorarlberg sowie der Unterstützung durch die Gemeinde und die örtlichen Vereine zu verdanken. Gemeinsam machen sie es möglich, dass sich die Bergstraße einmal im Jahr in ein Mekka des Automobilsports verwandelt.

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Der wunderschöne Ausblick auf den Bodensee vom Eichenberg aus, verzaubert Besucher genauso wie auch die Einheimischen immer wieder auf das Neue.

178 Fahrer aus sechs Nationen

Die Rennserie, deren Hauptsponsor das Wein-Unternehmen Dinovino und zugleich auch der gleichnamige Automobil Cup des Sponsors ist, gilt insbesondere für ambitionierte Amateurfahrer, regionale Motorsportler und Teilnehmer aus dem internationalen Alpenraum als fester Termin im Motorsportkalender. An verschiedenen Austragungsorten sammeln die Fahrer über die Saison hinweg Punkte für die Gesamtwertung und ihre jeweiligen Klassen. Angemeldet hatten sich 178 Fahrer aus sechs Nationen. Ohne einen Aufnahme-Stopp wären es sogar noch einige Dutzend mehr Teilnehmer gewesen. Die Teilnehmerzahl dünnte sich jedoch im Verlaufe der Rennaustragung etwas aus, denn mehrere Fahrzeuge haben das Rennen nicht heil überstanden. Es kam erfreulicherweise zu keinen schwereren Verletzungen bzw. Personenschäden.

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Edle Weine und Benzin im Blut

Mit Dinovino hat die Rennserie seit 2026 einen neuen Premium-Partner und Namensgeber gewonnen. Hinter dem Schweizer Unternehmen aus dem Zürcher Oberland stehen Dino und Zeljka Wintsch, die sich mit ihrem Weinhandel und ihrer Weinbar in Mönchaltorf ganz dem Genuss erlesener Weine verschrieben haben. Doch neben ihrer Leidenschaft für edle Tropfen verbindet die beiden noch eine weitere Passion: der Motorsport. Und diese Begeisterung beschränkt sich keineswegs auf die Rolle des Sponsors. Dino und Zeljka Wintsch sind selbst aktive Rennfahrer und waren auch für beide Renntage des 15. Internationalen Eichenberg Rennslaloms gemeldet. Dino Wintsch mit seinem Lotus Exige, Baujahr 2018, in der Lotus-V6-Competition-Klasse und Zeljka Wintsch mit einem Lotus Emira 2.0 First Edition, Baujahr 2024, in der Production-Klasse. Dabei ist Dino Wintsch keineswegs ein Unbekannter in der Rennsportszene. Als mehrfacher Gesamtsieger des Lotus-Cups konnte er zahlreiche Erfolge verbuchen und gewann im April 2026 beim Schweizer Meisterschaftslauf in Frauenfeld sogar die Tourenwagenwertung. Auch Zeljka hat bereits eigene Erfolge im Automobilslalom gefeiert. Wir finden, dass es eine besonders schöne Verbindung ist, wenn sich ein Unternehmen nicht nur finanziell für den Motorsport engagiert, sondern die Menschen dahinter selbst mit Begeisterung am Renngeschehen teilnehmen.

Die letzten Punkte für die Gesamtwertung

Organisiert wird die traditionsreiche Rennserie vom Renn- und Rallyeclub Vorarlberg, kurz RRCV, unter der Leitung seines langjährigen Präsidenten Josef „Pepe“ Hammerer, einer prägenden Persönlichkeit des regionalen Motorsports. Die beiden Renntage wurden als eigenständige Wertungsläufe ausgetragen und boten den Rennfahrern nochmals die Gelegenheit, ihre Platzierungen in der Gesamtwertung der Rennserie zu verbessern. Bereits am Freitag zuvor reisten zahlreiche Teilnehmer an, um den technischen Fahrzeugcheck zu absolvieren und eines der drei Fahrerlager zu beziehen. Bei einer Streckenbegehung konnten sich die Fahrer mit dem Verlauf der Rennstrecke vertraut machen, deren Besonderheiten genauer unter die Lupe nehmen und sich auf die bevorstehenden Rennläufe vorbereiten.

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Vorschau Fotogalerie vom Regensamstag

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RRCV: Leidenschaft und Engagement für den Motorsport

Eine tragende Rolle hinter der Eichenberger Motorsportveranstaltung spielt der Renn- und Rallyeclub Vorarlberg (RRCV), der seit Jahrzehnten zu den prägenden Organisationen des regionalen Motorsports gehört. Mit Veranstaltungen wie dem Arlberg Rennslalom, den Automobilslaloms in Röthis und dem Eichenberger Rennslalom trägt der Club maßgeblich dazu bei, die Faszination des Motorsports in Vorarlberg lebendig zu halten. Was für die Zuschauer nach einem Wochenende voller Spannung, Motorensound und beeindruckender Rennfahrzeuge aussieht, bedeutet für die Organisatoren eine aufwendige, monatelange Vorbereitung. Behördliche Genehmigungen, Sicherheitskonzepte, Streckensicherung, Zeitmessung und die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Einsatzkräften und zahlreichen freiwilligen Helfern verlangen ein hohes Maß an Professionalität und organisatorischem Geschick. Es ist letztendlich das organisatorische Zusammenspiel vieler engagierter Menschen, mit dem der RRCV den Erfolg solcher Veranstaltungen ermöglicht.

Veranstaltungschef Josef „Pepe“ Hammerer

Josef „Pepe“ Hammerer ist der federführende Veranstaltungschef, nicht nur des Eichenberger Rennslaloms, sondern auch weiterer Motorsportveranstaltungen des RRCV, wie den Automobilslaloms im Driving Camp Röthis und dem Arlberg Rennslalom. Wie wir von ihm persönlich erfahren haben, übt er diese Tätigkeit bereits seit 40 Jahren aus. Im vergangenen Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag. Zu seinen wesentlichen Aufgaben beim RRCV gehören die Planung und Durchführung der Rennen, die Koordination mit Behörden und Gemeinden sowie die sportliche Organisation. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung, nicht zuletzt als ehemaliger Rennfahrer, moderierte er das gesamte Event souverän und auf eine angenehm lockere Art und Weise.

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Josef „Pepe“ Hammerer: Ein Leben für den Motorsport

Seit mehr als fünf Jahrzehnten ist Josef „Pepe“ Hammerer eng mit dem Motorsport verbunden. Zunächst als erfolgreicher Rennfahrer, später als Organisator und Präsident des Renn- und Rallyeclubs Vorarlberg (RRCV). Seine Motorsportkarriere begann in den 1960er-Jahren. Bei zahlreichen Slalom-, Berg- und Eisslalomrennen sammelte er Klassen- und Gesamtsiege. Seine Erfolge brachten ihm sogar eine Titelseite im bekannten Fachmagazin „Motorsport aktuell“ ein. Zu den spektakulärsten Episoden seiner Rennfahrerkarriere gehörte der Einsatz eines über 500 PS starken Audi Quattro aus dem Umfeld der Rallyelegende Michèle Mouton, der ihm vom Schweizer Audi-Importeur AMAG zur Verfügung gestellt wurde. Auch im 1980 gegründeten Vorarlberger Automobilcup hinterließ Hammerer seine Spuren. 1983 und 1986 gewann er die Gesamtwertung der Rennserie. Gegen Ende der 1980er-Jahre verlagerte sich sein Engagement zunehmend von der Rennstrecke hinter die Kulissen. Als Präsident des RRCV entwickelte er sich zu einer der treibenden Kräfte des Vorarlberger Motorsports. Unter seiner Mitwirkung wurden zahlreiche Motorsportveranstaltungen organisiert, erhalten oder wiederbelebt. Dazu gehören die Automobilslaloms in Röthis sowie die Bergslalomrennen am Arlberg und in Eichenberg. Mit seiner professionellen Zeitmessung „Sports Timing“ ist er darüber hinaus bei Rennveranstaltungen in Österreich und der Schweiz tätig.

 

Sein jahrzehntelanges Engagement brachte ihm den augenzwinkernden Beinamen „Vorarlberger Bernie Ecclestone“ ein. Eine Bezeichnung, die seine außergewöhnliche Stellung in der Motorsportszene, weit über das Vorarlberger Ländle hinaus, treffend beschreibt. Im September 2025 feierte Josef „Pepe“ Hammerer seinen 80. Geburtstag. Auch mit inzwischen 81 Jahren ist von seiner Begeisterung für den Motorsport nichts verloren gegangen. Doch nach vier Jahrzehnten als verantwortlicher Rennorganisator zeichnet sich nun ein besonderer Einschnitt ab. Auf unsere Nachfrage, wie lange er diese Tätigkeit noch ausüben werde, erklärte Pepe, dass der diesjährige Eichenberger Rennslalom sein letzter als verantwortlicher Organisator sein werde. Für seine Nachfolge sei bereits alles geklärt, ergänzte er. Mit Fug und Recht lässt sich behaupten, dass die Entwicklung des Rennsports in Vorarlberg auch ein bedeutendes Stück des Lebenswerks von Josef „Pepe“ Hammerer darstellt. Für sein außergewöhnliches Engagement müsste ihm eigentlich ein Orden verliehen werden. Wer weiß, vielleicht geschieht das ja noch.

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Die lange Gerade vom Hotel-Restaurant Schönblick aus bergab, war Sammelpunkt für die Fahrer, um immer wieder an den Startpunkt zurückzufahren.

Aussichts- und Beobachtungspunkt Hotel-Restaurant Schönblick

Von oben, vom beschaulichen Bergdorf Eichenberg aus, wo auch für Speis und Trank gesorgt war, beobachteten die meisten Zuschauer das Renngeschehen. Genauer gesagt vor dem Hotel-Restaurant Schönblick, das einen der zauberhaftesten Aussichtspunkte der Region bietet, mit dem Pfänder als malerischer Kulisse und einem wunderbaren Blick über den Bodensee. Auch Eichenberg selbst war an diesem Wochenende kaum wiederzuerkennen. Hinter dem Hotel-Restaurant Schönblick, wo sich normalerweise der Parkplatz für Hotelgäste und andere Besucher Eichenbergs befindet, war das Fahrerlager 1 eingerichtet. Zudem gab es links neben dem Schönblick Speis und Trank für die Besucher.

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Bequem zum Renngeschehen

Auch für die Anreise der Zuschauer war bestens gesorgt. Da die Zufahrt nach Eichenberg während der Rennveranstaltung für den öffentlichen Verkehr gesperrt war, hatten die Organisatoren einen kostenlosen Shuttlebusservice eingerichtet. Entsprechend ausgeschilderte Parkmöglichkeiten standen in Hörbranz und Lochau zur Verfügung. Vom Gelände der Rupp Käse AG in Hörbranz, wo auch der Check-in der Fahrer und ihrer Fahrzeuge stattfand, brachten Shuttlebusse die Motorsportbegeisterten bequem direkt zum Zielbereich der Rennstrecke. Eine praktische und zugleich sinnvolle Lösung, die nicht nur für einen entspannten Besuch sorgte, sondern auch das Verkehrsaufkommen rund um die kleine Berggemeinde erheblich entlasten sollte.

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Bemerkenswerte Akzeptanz der Eichenberger

Hierzu haben wir etwas äußerst Interessantes erfahren. Ich fragte Pepe, den Organisator, den man ruhig als Chef des Rennens bezeichnen darf, nach der Akzeptanz des Eichenberger Rennslaloms bei den Einwohnern. Die Frage ist mit Sicherheit berechtigt, denn schließlich könnte der Kontrast kaum größer sein. Wenn donnernde, extrem lautstarke Rennwagen durch eine Gegend rasen, die eigentlich für das genaue Gegenteil steht, nämlich Ruhe, Beschaulichkeit, Entspannung und Erholung im Einklang mit der Natur. Hinzu kommen die Straßensperrungen, die für Einwohner und Gäste erhebliche Einschränkungen mit sich bringen. Bürgermeister Nico Flachsenberger regte an, die Eichenberger im Rahmen der Gemeindewahlen 2025 darüber abstimmen zu lassen, ob das traditionsreiche Rennen auch künftig stattfinden soll und von der Bevölkerung weiterhin mitgetragen wird. Die Gemeindevertretung selbst unterstützte diesen Vorschlag einstimmig. Bei den Gemeindewahlen waren insgesamt 323 Einwohner Eichenbergs wahlberechtigt. Und wie uns RRCV-Präsident Josef „Pepe“ Hammerer persönlich berichtete, sprachen sich bei der Befragung 74 Prozent der Abstimmenden für die Fortführung der Motorsportveranstaltung aus. Ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert der Rennslalom in der kleinen Berggemeinde besitzt. Und welch beruhigende Information, wenn man bedenkt, dass es in den vergangenen Jahrzehnten bei vielen Veranstaltungen dieser Art aufgrund mangelnder Akzeptanz in der Bevölkerung zu erheblichen Einschränkungen gekommen ist.

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Dieser Landhof liegt direkt oberhalb der Rennstrecke gelegen. Wie gut, dass die Eichenberger im Allgemeinen das Bergrennen tolerieren und sogar mittragen.

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Beachtliches Teilnehmerfeld und über 2.000 Starts

Das Teilnehmerfeld beim Eichenbergrennen war bemerkenswert. Insgesamt 178 Fahrer aus sechs Nationen hatten sich angemeldet, wobei die Schweizer Motorsportler mit beachtlichen 98 Teilnehmern den größten Anteil stellten. Gefolgt von 45 Fahrern aus Österreich, 24 aus Deutschland, 7 aus Italien, 3 aus Liechtenstein und einem Teilnehmer aus Portugal. Eine eindrucksvolle internationale Beteiligung, die den Stellenwert dieser traditionsreichen Motorsportveranstaltung unterstreicht. Ebenso erstaunlich war die Vielfalt der vertretenen Motorsportclubs und Renngemeinschaften. Neben dem veranstaltenden Renn- und Rallyeclub Vorarlberg (RRCV) waren unter anderem die MSF Vorarlberg, der Porsche Club Vorarlberg, die Scuderia Lindau, die Allgäuer Motorsportfreunde, der Schweizer RCU, das Racing Team Meran, die Lotus Cup Suisse, die Squadra Lido, das Racing Team Ziernheld sowie die GK Historic Racing vertreten.

Beeindruckende Fahrzeug-Vielfalt

Nicht minder beeindruckend war die Vielfalt der Fahrzeuge. Von historischen Rennsportlegenden über hochgezüchtete Tuningrenner bis hin zu kompromisslosen Rennwagen und luxuriösen Sportboliden war nahezu alles vertreten, was das Herz eines Automobilenthusiasten höher schlagen lässt. Wären am verregneten Samstag sämtliche vorgesehenen Läufe durchgeführt worden, hätte das Rennwochenende rechnerisch bis zu 2.250 einzelne Fahrten umfasst. Doch aufgrund der zeitlichen Verzögerungen mussten die letzten beiden Wertungsläufe der beiden letzten Starterfelder am Samstag gestrichen werden. Hinzu kamen unfallbedingte Ausfälle. Dennoch blieb die Anzahl der Rennfahrten beeindruckend. Eine enorme Herausforderung, nicht zuletzt auch für die organisatorische Abwicklung.

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Auch die Fahrt zum Startpunkt ist eine Augenweide, wenn die noch leise knatternden Renn- und Sportwagen in der Kolonne der sich schlängelnden Straße folgen.

Vollgas auf 1.500 Metern Strecke

Die eigentliche Bergstrecke, auf der Vollgas gegeben wird, ist 1.500 Meter lang. Sprich, es wird nicht die gesamte Panoramastraße von Lochau bis hinauf nach Eichenberg befahren, sondern lediglich ein Teilstück. Etwa auf halber Höhe der Auffahrt von Lochau aus befand sich der Start der Rennstrecke. Während der Rennläufe war die Straße selbstverständlich für den normalen Verkehr gesperrt. In den zeitlichen Abschnitten, in denen die Rennfahrzeuge nach der Zieleinfahrt in gemächlichem Tempo wieder zum Start hinunterfuhren, durften zeitweise auch andere Fahrzeuge und Radfahrer passieren. Letztere mussten allerdings bei den Streckenposten immer wieder Halt machen und auf die nächste Gelegenheit zur Weiterfahrt warten. Man könnte meinen, 1.500 Meter seien keine besonders lange Distanz. Unterschätzen sollte man sie jedoch keineswegs. Denn um entscheidende Wertungspunkte zu erlangen, werden den Piloten auf der zwar kurzen, dafür umso kurvenreicheren Strecke fahrerisches Können, höchste Konzentration und ein präzises Zusammenspiel von Mensch und Maschine abverlangt. Mit wohldosiertem Gasgeben und Bremsen gilt es, jede Kurve möglichst auf der Ideallinie und mit optimalem Tempo zu meistern, um wertvolle Sekundenbruchteile herauszuholen. Denn genau da trennt sich die Spreu vom Weizen.

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Auch echte Rennwagen waren dabei und zeigten ihre Fähigkeiten. Wobei diese speziellen Fahrzeuge für Bergrennen nicht ganz das Ideal-Fahrzeug für solche Art von Rennen sind.

Schnupperklasse für Neueinsteiger

Klar ist auch, dass nicht jeder Fahrer das volle Risiko in Kauf nimmt. Besonders dann nicht, wenn es sich bei seinem Fahrzeug um ein sauteures, straßenzugelassenes Luxusobjekt handelt. Schließlich deckt eine gewöhnliche Vollkaskoversicherung Schäden, die bei solchen Rennveranstaltungen entstehen, in der Regel nicht ab. So gibt es unter den Teilnehmern einerseits ambitionierte Rennfahrer, die auf der Jagd nach Bestzeiten keine Gnade kennen und sich selbst wie auch ihrem Fahrzeug alles abverlangen. Andererseits sind auch Fahrer dabei, denen es primär um die Freude am Fahren auf einer für den öffentlichen Verkehr gesperrten Strecke geht. Denn wo kann man ansonsten schon einmal sein Auto ordentlich laufen lassen und dabei sowohl die Grenzen des Fahrzeugs als auch die eigenen erfahren? Auch motorsportbegeisterte Neueinsteiger hatten mit der sogenannten Schnupperklasse die Gelegenheit, selbst Rennluft zu schnuppern und mit dem eigenen Fahrzeug unter echten Wettbewerbsbedingungen mitzufahren. Für die Zuschauer und auch für uns macht gerade diese bunte Mischung einen besonderen Reiz des Spektakels aus. Denn neben den kompromisslos auf Leistung getrimmten Rennboliden sind es auch die wunderschönen Luxusfahrzeuge und liebevoll gepflegten Oldtimer, die das Teilnehmerfeld bereichern. Wir von Lakeside Cinematics und unsere Kameras lieben jedenfalls alle Fahrzeuge, die in irgendeiner Weise besonders sind

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Am Zeitmesspunkt bzw. im Rennleitstand. Modernste Technik und ein erfahrenes Team sind Garanten für einen reibungslosen Ablauf der Rennwertung.

Wie wird gewertet?

Beim Eichenberger Rennslalom treten die Teilnehmer in unterschiedlichen Fahrzeugklassen gegeneinander an. Die Einteilung richtet sich unter anderem nach Fahrzeugtyp, Motorisierung und technischen Veränderungen, damit möglichst vergleichbare Fahrzeuge miteinander konkurrieren. Nach zwei Trainingsrunden folgen vier Wertungsläufe, bei denen es auf möglichst schnelle Fahrzeiten ankommt. Neben den jeweiligen Klassensiegern wird auch ein Gesamtsieger ermittelt. Eine Besonderheit bildet die Gleichmäßigkeitswertung in der Schnupperklasse. Hier zählt nicht die höchste Geschwindigkeit, sondern es gilt, möglichst geringe Zeitunterschiede zwischen den einzelnen Wertungsläufen zu erzielen. Da der Eichenberger Rennslalom zugleich das Saisonfinale des Internationalen Vorarlberger Automobilcups bildet, sammeln die Fahrer hier auch die letzten wertvollen Punkte für die Meisterschaft. Samstag und Sonntag werden dabei als zwei eigenständige Wettbewerbe gewertet.

Hochpräzises Zeitmesssystem

Am Freitagmorgen habe ich bei meinem Gespräch mit Josef „Pepe“ Hammerer auch das Thema Zeitmessung angesprochen. Ich bin wirklich froh, dass ich diese Frage gestellt habe, denn dabei hat sich etwas besonders Bemerkenswertes herausgestellt: Pepe ist nicht nur ein erfahrener Rennfahrer und Rennorganisator, sondern ebenso ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der professionellen Zeitmessung und Ergebnisauswertung im Motorsport. Mit seinem Schweizer Unternehmen SportsTiming.ch, das seinen Sitz in Diepoldsau hat, betreut er gemeinsam mit einem erfahrenen Team zahlreiche Motorsportveranstaltungen in Österreich und der Schweiz. Dazu gehören unter anderem renommierte Bergrennen wie Gurnigel, Oberhallau und Arosa ClassicCar. Zum Einsatz kommen hochpräzise elektronische Zeitmesssysteme, die mithilfe von Lichtschranken den Start und die Zielankunft erfassen. Die Daten werden unmittelbar an die Auswertungscomputer übertragen, dort verarbeitet und in Echtzeit als Ergebnisse und Ranglisten bereitgestellt. Zusätzliche Sicherungssysteme und Videoaufzeichnungen sorgen dafür, dass auch im hektischen Rennbetrieb möglichst nichts dem Zufall überlassen bleibt.

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Brandneues Zeitmessungs-Equipment

Besonders interessant wurde es, als mir Pepe stolz sein neuestes technisches Schmuckstück präsentierte: das ATime von ALGE-TIMING, einem traditionsreichen Hersteller professioneller Zeitmesstechnik aus dem vorarlbergischen Lustenau. Das hochmoderne Gerät wurde tatsächlich erst wenige Tage zuvor, Anfang Oktober 2026, im Rahmen des 80-jährigen Firmenjubiläums von ALGE-TIMING einem größeren Publikum vorgestellt. Ausgestattet mit einem großen Touchscreen, zahlreichen Kommunikationsschnittstellen, GPS-Zeitsynchronisation und einem integrierten Drucker ermöglicht das Gerät eine Zeitauflösung bis zu einer Zehntausendstelsekunde. Eine Präzision, bei der selbst ein Wimpernschlag zur kleinen Ewigkeit wird. Dass Hammerer auch mit inzwischen 81 Jahren noch immer von technischen Innovationen begeistert ist, passt zu seiner außergewöhnlichen Motorsportgeschichte. Einst kämpfte er selbst als Rennfahrer um die entscheidenden Sekundenbruchteile. Heute trägt er mit modernster Technik dazu bei, dass diese zuverlässig und fair gemessen werden.

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Eine nasse Angelegenheit: Bei dem Oldtimer spritzt das Wasser nur so die Reifen hoch und sorgt für noch mehr Feuchtigkeit beim Fahrer. Obwohl das sowieso nichts mehr ausmacht, wenn man mit Cabriolet im Regen fährt.

Grenzwertige Wettersituation am Samstag

Wie eingangs erwähnt, spielte das Wetter am ersten Renntag, dem Samstag, allen einen Streich. Es begann am Morgen mit leichtem Regen und entwickelte sich im Laufe des Tages zu einer durchaus nassen Angelegenheit. Durch die zunehmende Feuchtigkeit und stellenweise Nebelbildung verschlechterten sich zudem die Sichtverhältnisse derart, dass seitens der Rennleitung überprüft werden musste, ob die Sicherheit auf der Rennstrecke noch gewährleistet war. Ich stand neben einem der Streckenposten an einem Slalomhindernis, als über Funk alle Posten aufgefordert wurden, ihre jeweiligen Sichtverhältnisse zu beurteilen. Die Streckenposten waren entlang der Rennstrecke so positioniert, dass sie im Normalfall sowohl den jeweils vorherigen als auch den nächsten Kollegen sehen konnten. Bei der Abfrage meldeten einige Streckenposten, dass ihre Kollegen stellenweise gerade noch zu erkennen waren. Die Sichtverhältnisse waren also grenzwertig, reichten aber gerade noch aus, um das Rennen fortsetzen zu können. Andersherum gesagt: Viel hätte nicht mehr gefehlt, und die Rennleitung hätte das Rennen unterbrechen müssen.

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Alptraum für Medienmenschen

Am Samstag war ich ohne meine Kollegen auf dem Event unterwegs. In weiser Voraussicht und nach einem Blick auf das Regenradar hatte ich mich am Morgen entsprechend den angekündigten Wetterbedingungen eingekleidet. Mit dicker Jacke, festen Stiefeln und Regenschirm bewegte ich mich zwischen den verschiedenen Kamerapositionen. Diese wechselte ich in den Pausen zwischen den Rennläufen. Und da man nicht überall direkt an der Straße entlanggehen konnte, musste ich etliche Male durch die nassen Wiesen stapfen. Bereits zur Mittagszeit waren meine Stiefel durchnässt. Dass auch mein Kameraequipment einiges an Nässe abbekam, ließ sich kaum vermeiden. Ich war ständig damit beschäftigt, es wieder trocken zu bekommen, und die Sonnenblende meiner Fotokamera wurde kurzerhand zum Regenschutz für das Objektiv. Die aufgesetzten Filter meiner Videokamera begannen immer wieder zu beschlagen. Das ständige Halten meines Regenschirms in Kombination mit der gleichzeitigen Bedienung der Foto- und Videokamera stellte mich vor eine außerordentliche Herausforderung. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, war irgendwann auch die textile Sitzfläche meines kleinen, faltbaren Hockers so durchnässt, dass die Feuchtigkeit schließlich mein Gesäß erreichte.

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Ein Bild für Götter: Eine neblige Suppe, die jedoch für Fotos durchaus ihren Reiz bietet. Uns wäre trockenes Wetter dennoch lieber gewesen, sowie auch den Fahrern.

Aufwärmen in unserem Mediacar

Unser Mediacar hatte ich oberhalb der Position beim Slalomhindernis parkiert, sozusagen in der Mitte meines Bewegungsradius, um von dort aus zu Fuß zwischen sechs Streckenpositionen zu pendeln, drei weiter oben und drei weiter unten. Jedenfalls musste ich gegen Mittag und später nochmals am Nachmittag unser Fahrzeug aufsuchen, um mich bei laufendem Motor und aufgedrehter Heizung wieder einigermaßen aufzuwärmen. Die Jacke nass, Füße und Hände kalt. Immerhin half mir diese Maßnahme so weit, dass ich noch eine gewisse Zeit weitermachen konnte. Doch gegen 16:15 Uhr brach schließlich ein Gewitter herein, das mich nach einer Weile des Ausharrens letztendlich dazu bewog, für diesen Tag aufzugeben. Auch die anderen Medienkollegen wurden durch das Unwetter vom Renngeschehen vertrieben.

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Die Kadett C Fahrzeuge bieten ein großartiges Renn-Feeling, wenn sie mit ihren hochgezüchteten aggressiven Motoren lautstark über die Piste rasen.

Schlechtes Wetter nicht ohne Konsequenzen

Was für mich eine Herausforderung war, ist das eine. Doch für die Fahrer war es mindestens genauso schwierig. Nein, mehr noch: Für manche Rennfahrer wurde der Samstag zum regelrechten Desaster. Zwar saßen sie in ihren Fahrzeugen, einige davon sogar ohne schützendes Dach, doch die nasse Strecke erforderte eine andere, deutlich vorsichtigere Fahrweise. Selbstverständlich war damit auch ein erheblich höheres Risiko verbunden, die Bodenhaftung zu verlieren und von der Fahrbahn abzukommen. So gerieten einige Fahrzeuge tatsächlich von der Strecke, teilweise mit entsprechenden Schäden und zeitraubenden Rennunterbrechungen als Konsequenz. Nicht weit von einer meiner Kamerapositionen entfernt ereignete sich ebenfalls ein solcher Unfall. Ich wartete vergeblich darauf, dass ein Rennwagen, ein Lotus, an meiner Kameralinse vorbeifuhr, um im entscheidenden Moment abzudrücken. Doch dazu kam es nicht. Stattdessen ertönte kurz zuvor ein dumpfer, lauter Schlag. Als ich meinen Blick in Richtung des Geschehens wandte, sah ich gerade noch einen Streckenposten hektisch davonspringen. Der Lotus war von der Fahrbahn abgekommen und an einem Baum zum Stehen gekommen, der ihn zumindest vor einem weiteren Absturz in das steile Gelände bewahrte.

Mehrere zeitraubende Unterbrechungen

Am Steuer saß die Frau eines der Teilnehmer. Der Airbag hatte ausgelöst und zunächst war nicht klar, ob es der Fahrerin gut ging. Die Einsatzleitung wurde umgehend per Funk alarmiert und innerhalb kürzester Zeit trafen die Einsatzkräfte am Unfallort ein. Wie wir später erfahren haben, hatte die Fahrerin einen Schock erlitten und war nach anfänglicher Ansprechbarkeit schließlich ohnmächtig geworden. Sie wurde daraufhin vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Nach unseren Informationen geht es der Dame den Umständen entsprechend gut und schwerere Verletzungen blieben Gott sei Dank aus. Insgesamt kam es am verregneten Samstag zu mehreren zeitraubenden Unterbrechungen, sodass die letzten beiden Wertungsläufe aufgrund des bereits ausgeschöpften Zeitfensters nicht mehr stattfinden konnten. Letztendlich trugen das schlechte Wetter und die damit verbundenen schwierigen Straßenverhältnisse selbstverständlich dazu bei, dass die meisten Fahrer und ihre Fahrzeuge hinter ihren Möglichkeiten blieben. Für die Fotokamera ist es zwar durchaus reizvoll, wenn das Wasser spektakulär in die Luft spritzt, doch das war für uns nur ein kleines Trostpflaster.

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Schnelle Reaktion: Der Streckenposten ist sicherheitshalber schnell auf die Seite gesprungen.
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Der Aufräum-LKW hatte nicht gerade wenig zu tun. An beiden Renntagen musste er mehrere Male ausgerückt, um die Strecke frei zu räumen. Dahinter der geschrottete Lotus vom Regensamstag - die linke Vorderseite wurde durch den Unfall total demoliert.
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Der Fahrer dieses Wagens, der hier geborgen wird, ist scheinbar auf seiner eigenen Ölspür mit dem Hinterreifen ausgerutscht und dann von der Strecke unfreiwillig in den Wald abgezweigt. Dem Fahrer ist jedoch nichts passiert. Diese Unterbrechung dauerte etwas länger, weil das Öl auf der Straße selbstverständlich gebunden werden musste, bevor es weitergehen konnte.
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Der kurze Sonnenschein am Regensamstag hat die Lage noch verschlimmert, denn dadurch wurde es noch nebeliger als es sowieso bereits war.

Sonntagswetter machte alles wieder gut

Alle waren wohl gespannt darauf, wie sich der Rennsonntag entwickeln würde. Als ich am frühen Morgen aufstand, galt mein erster Blick selbstredend dem Fenster. Zuerst nach unten auf die Straße und dann nach oben in den Himmel. Es war trocken, wenngleich der Himmel lückenlos wolkenverhangen war. Immerhin, dachte ich mir, bevor ich als Nächstes mein Handy zur Hand nahm und das Schweizer Regenradar konsultierte, das für mich als eine der zuverlässigsten Wetterquellen für die Bodenseeregion gilt. Auch hier die erfreuliche Aussicht auf einen regenlosen Sonntag. Meine morgendliche Stimmung erhellte sich erheblich und so freute ich mich wahrlich auf die bevorstehende Action. Und tatsächlich wurde der Sonntag für alle Motorsportbegeisterten zu einer wahren Freude. Der Tag blieb trocken und endlich konnten die teilnehmenden Fahrer alles geben. Es war wirklich bemerkenswert, mit welcher Brachialität die Fahrzeuge den Berg hinaufschossen. Als hätten sie den Samstag nachholen wollen. Rapapapapam! Brutaler Motorensound, extrem kurze Bremsmanöver, gerade vor dem Slalomhindernis, um anschließend mit entfesselten Pferdestärken und brachialer Gewalt wieder zu beschleunigen. Der Sonntag auf trockener Straße war für uns und die Zuschauer ein absoluter Hochgenuss.

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Die Medien-Kollegen und wir von Lakeside Cinematics kamen am Sonntag auf unsere Kosten. Die Streckenposten bzw. Sicherheitsleute hatten am Sonntag auch eine bessere Stimmung.

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Wolf im Schafspelz: VW Lupo Cup

So manches Fahrzeug erzeugte eine sensationelle Symphonie aus geilem Motorensound und Turbozischen, dass es eine wahre Freude war und man nur erahnen konnte, welch radikale technische Züchtungen sich unter den Motorhauben verbergen mussten. Ich persönlich hatte natürlich meine Favoriten. Allen voran die extrem getunten C-Kadetts, auf die ich einfach schon seit meiner Kindheit stehe. Dazu die von mir geliebten Lotus und natürlich die Ford Mustangs, die ebenfalls ganz oben auf meiner persönlichen Hitliste stehen. Besonders erwähnenswert ist jedoch auch der unglaubliche VW Lupo Cup meines Vereinskollegen Florian Arlt vom Auto-Sport-Club Scuderia Lindau. Man muss es gesehen haben, wie gnadenlos und fahrerisch nahezu perfekt Florian seinen Lupo den Berg hinaufjagte. Begleitet von einem derart unglaublichen Sound, dass man es kaum für möglich hält, wenn man den kleinen Lupo im Stillstand betrachtet. Ein Wolf im Schafspelz sondergleichen. Ein kleiner Rennwagen mit einer Performance, die man ihm auf den ersten Blick wahrlich nicht zutrauen würde.

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Einige traumhafte Lotus Fahrzeuge waren auch unter den Teilnehmern. Sie beeindrucken durch ihre Form und dem Style genauso wie durch eine enorme Leistung unter der Haube mit entsprechend geilem Motorensound.

Bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit

Doch auch die BMWs, Mercedes, Toyotas, Škodas, VW Golfs und die Vielzahl weiterer Fahrzeugtypen verliehen dem Eichenberg jene eindrucksvolle akustische Kulisse, die einem jeden Motorsportbegeisterten das Herz höherschlagen lässt. So mancher Fahrer manövrierte seinen Wagen auf derart beeindruckende Weise den Berg hinauf, dass man als normaler Autofahrer, und ich behaupte zumindest, dass ich gut Auto fahren kann, wie Sie als geneigter Leser es wahrscheinlich ebenso von sich behaupten würden, unweigerlich feststellen musste, dass diese Extremfahrer eine vollkommen andere Dimension des Fahrens erreichen. Der Rennsonntag forderte zwar ebenfalls seinen Tribut, doch glücklicherweise beschränkten sich die Zwischenfälle nach unseren Beobachtungen auf Fahrzeug- und Blechschäden. Gebrochene Antriebswellen, Ölverlust, durch den ein Fahrzeug ins Schleudern geriet, Turboaussetzer und einiges mehr. Was jedoch alles zum ganz normalen „Wahnsinn“ eines solchen Rennens gehört. Schließlich werden die Fahrzeuge stellenweise bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht.

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Neben den Rennkisten waren auch einige Serienwagen mit der besonderen Note dabei, wie hier der wunderschöne Mercedes AMG Renner.

Verbrenner versus E-Auto

Ich hoffe, ich erleide keinen Shitstorm, wenn ich an dieser Stelle gestehe, dass mich ein bestimmter Fahrzeugtyp beim Rennen nun wirklich nicht überzeugen konnte: ein Tesla. Gewiss, technisch beeindruckend, leistungsstark und sicherlich alles andere als langsam. Aber ein Rennwagen, der nahezu lautlos den Berg hinauffährt? Irgendwie fehlt da doch etwas! Kein aufheulender Motor, kein kerniger Auspuffsound, kein akustisches Feuerwerk, das einem echten Motorsportenthusiasten einen wohligen Schauer über den Rücken jagt. Ein bisschen ist das wie ein Rockkonzert ohne Gitarren. Die Musik mag durchaus gut sein, aber irgendwie vermisst man die Seele des Ganzen.

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Safety-Car elektrisch unterwegs

Dass das Safety-Car elektrisch unterwegs ist, kann ich hingegen gut verkraften. Schließlich soll es ja für Sicherheit sorgen und muss nicht mit infernalischem Motorengebrüll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und selbstverständlich wollen wir der Elektromobilität ihre Berechtigung keineswegs absprechen. Sie wird zweifellos eine bedeutende Rolle in der Zukunft unserer alltäglichen Fortbewegung spielen. Doch wir eingefleischten Automobilenthusiasten werden den Verbrenner wohl immer ein wenig mehr lieben. Denn bei aller Faszination für den technischen Fortschritt gibt es etwas, das sich nicht einfach durch Kilowatt und Beschleunigungswerte ersetzen lässt: das unverwechselbare, manchmal herrlich unvernünftige Konzert eines Verbrennungsmotors, das für unsere Ohren weniger Lärm als vielmehr Musik ist.

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Abendliches Buffet vom Bürgermeister und Siegerehrung

Dass der Eichenberger Rennslalom weit mehr als nur eine Motorsportveranstaltung ist, zeigt sich auch am Engagement der Gemeinde und ihrer Bürger. Während die örtlichen Vereine für die Bewirtung im Zielbereich sorgten, war auch am Abend für das leibliche Wohl der Rennsportgemeinschaft bestens gesorgt. Eine besondere Rolle spielte dabei Bürgermeister Nico Flachsenberger, der nach Auskunft von RRCV-Präsident Josef „Pepe“ Hammerer persönlich die Organisation und Durchführung des abendlichen Buffets im Mehrzweckgebäude der Gemeinde Eichenberg übernahm. Nico Flachsenberger ist gelernter Hotellerie-Fachmann und war unter anderem als Direktor des renommierten Viersternehotels Leonhard in Feldkirch tätig. Er weiß also bestens, worauf es ankommt, wenn zahlreiche Gäste anständig bewirtet werden sollen. Am Freitagabend stand eine Schlachtpartie auf dem Programm, während am Samstag- und Sonntagabend ein All-you-can-eat-Buffet angeboten wurde. Eine willkommene Gelegenheit für Fahrer, Helfer und Motorsportfreunde, nach einem ereignisreichen Renntag in geselliger Runde zusammenzukommen. Am Sonntagabend begann dann gegen 19 Uhr die Siegerehrung, bei der wahrlich eine Menge Pokale zu vergeben waren.

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Am Sonntagabend in der Eichenberger Mehrzweckhalle fand neben der Speis und Trank Darbietung, dann auch die Siegerehrung. Eine Menge Pokale gab es zu verteilen.

Hinweis zur Berichterstattung

Wir von Lakeside Cinematics sind zwar sehr motorsportbegeistert, jedoch keine klassischen Rennsportjournalisten. Mit unserer redaktionellen Berichterstattung richten wir den Blick vielmehr auf das Gesamtbild eines Ereignisses. Dabei interessieren uns auch die Hintergründe und all jene Dinge, die einer Veranstaltung ihren besonderen Charakter verleihen und sie in bleibender Erinnerung halten. Deshalb bitten wir um Nachsicht, wenn wir nicht sämtliche Fahrzeugtypen einzeln erwähnt haben, die das Eichenberger Renngeschehen ebenso bereicherten. Für die Benennung der Sieger, die bei der Siegerehrung am Sonntagabend im Mehrzweckgebäude der Gemeinde Eichenberg gekürt wurden, verweisen wir an dieser Stelle auf die Website des Veranstalters, die wir wie gewohnt am Ende unseres Berichtes verlinken.

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Beim gemütlichen Herunterfahren, zurück zum Startpunkt, gab es auch mal die Gelegenheit zu winken.

Sensationelles Bergrennen und Mega Medienmaterial

Alles in allem sind wir von Lakeside Cinematics vom 15. Internationalen Eichenberg Rennslalom 2026 schwer begeistert. Am Samstag musste ich aufgrund der Wetterbedingungen, die für uns Medienschaffende in mehrfacher Hinsicht grenzwertig waren, wirklich leiden. Mein Kollege, der erst am Sonntag dabei sein konnte, blieb davon verschont, was ich ihm durchaus vergönnte. Nur ein Teil des am Samstag aufgenommenen Medienmaterials ist verwendbar. Doch der trockene Sonntag machte alles wieder gut. Es war ein richtig toller Tag mit allem Drum und Dran, was man sich von einem solchen Event erwartet. Nein, unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen, und dieser Tag wird bei uns noch lange nachwirken. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir sensationelles Medienmaterial aufnehmen konnten, das wir in der nächsten Zeit mit viel Freude aufbereiten dürfen.

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Der prüfende Blick nach dem knipsen - links; Fotograf Joe Dorner (Dorner Joe Fotografie), Mitte; Stefan Brodnig (Austria Racing Pice Vorarlberg), rechts; Levi Gfrerer (Lakeside Cinematics).

Danke und Entschuldigung

Ein ganz besonders herzliches Dankeschön gilt Josef „Pepe“ Hammerer, der mir bereits am Freitagmorgen für meine Fragen zur Verfügung stand. Auch bei unserem kurzen Abschlussgespräch am Sonntagabend, unmittelbar vor der Siegerehrung, vermittelte er mir den Eindruck, dass er sich über unseren Besuch bei „seinem“ letzten Eichenberger Rennslalom als verantwortlicher Veranstaltungschef durchaus gefreut hat. Allerdings erfuhren wir bei dieser Gelegenheit auch, dass es während des Rennwochenendes Beschwerden über uns gegeben hatte, weil wir mit unserem Mediacar offenbar mehrfach für Behinderungen gesorgt haben sollen. Das bedauern wir selbstverständlich und wir möchten uns bei der Rennleitung dafür entschuldigen. Es ist weder aus Egoismus noch aus Unachtsamkeit geschehen, es war auch keine Absicht - im Gegenteil, wir bemühten uns. 

Herzlichen Dank an die Streckenposten

Last but not least möchten wir uns ganz besonders bei den Streckenposten bedanken, die uns allesamt ausgesprochen freundlich und hilfsbereit begegnet sind. An insgesamt sieben verschiedenen Streckenpositionen haben wir uns mit den jeweiligen Helfern abgestimmt und nachgefragt, wo wir uns mit unseren Kameras platzieren durften. Diese Begegnungen waren durchweg angenehm und haben uns viel Freude bereitet. Auch die Streckenposten leisteten unter teils widrigen Bedingungen einen hervorragenden Job. Ihnen ebenso wie der gesamten Rennorganisation gebühren unser ausdrücklicher Dank und unsere Anerkennung.

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Zum Abschluss unserer Berichtes hier noch ein tolles Foto von einem Alfa Romeo und gut gelauntem Fahrer, dem das Rennwochenende sichtlich Spaß gemacht hat.

Nächstes Jahr Arlberg

Für das kommende Jahr haben wir uns das Arlbergrennen, das ebenfalls zum Rennprogramm des RRCV gehört, fest vorgenommen. Schon mehrfach haben wir gehört, dass dieses Bergrennen eine ganz besondere Veranstaltung sein soll. Auch Meister Pepe hat uns davon erzählt. Wir sind jedenfalls gespannt und freuen uns darauf, uns selbst ein Bild davon zu machen.

 

In diesem Sinne verbleibe ich mit sportlichen Grüßen ;-)

 

Lindau, den 13.10.2026
Michael

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Autor

Michael Gfrerer

Fotograf, Redaktion

+4915561558245