10. Spaßrallye Bodensee 2026

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Nach Cathrine Bruggers Begrüßung entstand dieses Foto. Die Teilnehmer sind voller froher Erwartung auf das was kommt. Zurecht können sie davon ausgehen, dass es ein toller besonderer Tag wird. Und er war es auch – von Anfang bis Ende.

10. Spaßrallye Bodensee 2026 - Video Impressionen

Laufzeit: 10 Minuten - Bitte den Ton anschalten (unten rechts)

Spaßrallye macht ihrem Namen alle Ehre

Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, fand die Spaßrallye Bodensee bereits zum zehnten Mal statt. Der Morgen begann zunächst mit einem erfrischenden, leichten Regen, der im weiteren Verlauf des Vormittags jedoch zunehmend nachließ, sodass die Rallye um 13:31 Uhr im Trockenen starten konnte. Nach und nach lockerte sich die Wolkendecke, und schließlich legte die Sonne ihren warmen Glanz über das Geschehen. Mit viel Liebe zum Detail hatten die Veranstalter Cathrine Brugger und ihr Mann Klaus, unterstützt von Dieter Friesewinkel und Raimund Keller, eine wunderschöne, zwanglose Ausflugstour für die ganze Familie zusammengestellt. Die Organisatoren sind allesamt Meister ihres Fachs und so wurde diese einzigartige Verbindung aus Fahrzeugleidenschaft, Entdeckerfreude und heiterem Miteinander zu einer rundum gelungenen Reise auf vier Rädern.

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Der Parkplatz hinter dem Brauereigasthof Schörle. Eine Lokation die alles bietet, was ein solcher Rallyetag, wie die Spaßrallye Bodensee, organisatorisch benötigt.

Fotogalerie zu unserem Bericht

Zu unserem jeweiligen Event-Bericht können unsere Fotos in der zugehörigen Fotogalerie angesehen und heruntergeladen werden. Die Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls Fotos gewerblich genutzt werden - Print wie Web - bitten wir um den Quellverweis > Lakeside Cinematics <. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
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Eine Erzählung, die Ihre Zeit verdient

Obwohl dieses Ereignis, gemessen an seinem Umfang, vielleicht nicht das größte in der bisherigen Geschichte unserer Eventbegleitungen war, gehört dieser Bericht doch zu den etwas umfangreicheren. Vor Ihnen „liegt“ kein flüchtiger Rückblick und keine bloße Aneinanderreihung von Programmpunkten, sondern es erwartet Sie eine Erzählung, die diesen einzigartigen Tag so würdigt, wie er es verdient. Nicht zuletzt schreibe ich über einiges Bemerkenswertes beziehungsweise auch Wissenswertes abseits des eigentlichen Rahmens. Ich möchte Sie auf diese Ausflugsreise mitnehmen und würde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit dafür nehmen. So wünscht Ihnen das Lakeside-Cinematics-Team viel Spaß beim Lesen und wir hoffen, dass wir Ihnen Freude damit bereiten.

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Der Dieter, genauer Dieter Friesewinkel. Ein Rallye-Profi von der Scuderia Humpis. Maßgeblicher Unterstützer von Cathi und der Spaßrallye Bodensee. Ein lustiger Mensch, der gerne auch mal ein Plauderchen hält. Jedenfalls hatten wir und alle die mit dem Autmobobil-Seniore zu tun hatten, Spaß mit ihm.

Der Weg ist das Ziel

Die Spaßrallye Bodensee versprüht das typische Flair einer klassischen Oldtimer-Rallye. Der genaue Streckenverlauf ist den Teilnehmern im Vorfeld nicht bekannt. Stattdessen müssen sich Fahrer und Beifahrer mithilfe eines wegweisenden Straßenbuches, im Fachjargon „Roadbook“ genannt, ihren Weg von Etappe zu Etappe selbst erschließen. Abzweigungen, Kreuzungen und markante Wegpunkte sind darin anhand von Skizzen, Entfernungsangaben und Hinweisen vermerkt. So wird jede Fahrt zugleich zu einer Entdeckungsreise, bei der Aufmerksamkeit, Orientierungssinn und ein gutes Zusammenspiel zwischen Fahrer und Beifahrer gefragt sind. Die überwiegend nostalgischen Fahrzeuge mit ihren Insassen düsen ohne Druck durch Zeitmessungen über sich schlängelnde Hinterlandstraßen, entlang grüner Wiesen, an Hopfenfeldern und idyllischen Höfen vorbei, häufig mit traumhaften Ausblick verbunden. Dabei mussten entlang der Route immer wieder lustige „Aufgaben“ gelöst werden. Es gab 11 Stationen zu absolvieren, eine davon vor dem Start, eine nach dem Ziel. Auf der Strecke sind somit noch 9 verschiedenartige, lustige Zwischenstopps, von Denksport über Geschicklichkeitsprüfung bis zu Spielen, verteilt. Dazu bekommen die Teilnehmer bei der Anmeldung im Starter-Bag ihre Bordkarte mit nummerierten Aufgabepunkten ausgehändigt.

Zwei Männer stehen neben einem roten Auto auf einer Wiese während der 10. Spaßrallye Bodensee 2026.
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Es ist ja klar, dass Benzingespräche, so wie Autofreaks diese Form der Automobil-Konversation nennen, nicht fehlen dürfen. Selbstverständlich waren diese Fachsimpeleien auch allerorts bei der Spaßrallye Bodensee zu beobachten.
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Schöne Karossen gab es auch zu sehen. Neben diesem wunderbaren Ford Mustang auch Fahrzeuge der Marken Porsche, Mercedes, Volvo, NSU, Fiat und VW, um nur einige zu nennen.

Bordkarte und Roadbook

Mit der Starterausrüstung wird auch das sogenannte Roadbook ausgehändigt. Ein Roadbook muss man lesen können. Das Roadbook zeigt mittels sogenannten Chinesenzeichen, Stück für Stück den Weg, ohne dass man die gesamte Strecke dargestellt bekommt. Das macht den Reiz einer solchen Tour aus. Man weiß nie so genau, wo es einen hin verschlägt. Der Beifahrer hat den Job, dem Fahrer an jeder Wegkreuzung oder Gabelung die Richtung anzusagen. Dazu muss der Kilometerzähler beobachtet werden. Am besten ist es jedoch eine entsprechende App zu verwenden, die als Kilometerzähler fungiert. Oder man verfügt, wie die Profis, die an solchen Rallyes öfter teilnehmen über ein professionelles Gerät. Mehr dazu im folgenden Abschnitt. Wie auch immer, die Reise kann man sich so vorstellen wie es früher war, als man noch eine Landkarte lesen musste. Wie wir es mit Sicherheit alle kennen, kann sich mit der Zeit unter solchen Umständen ein gewisser Spannungsbogen zwischen Autolenker und Kartenleser aufbauen, der definitiv auch ein gewisses Reizpotenzial mit sich bringt. Da trifft es sich sicherlich gut, wenn die Spaßaufgaben zwischendrin gelöst werden müssen und das möglicherweise angespannte Nervenkostüm etwas entspannt.

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Info: Rallye mit Tripmaster Gerät oder einer App

Wer häufiger an Rallyes teilnimmt die mittels Roadbook geführt werden, verlässt sich nicht allein auf den serienmäßigen Kilometerzähler des Fahrzeugs. Professionelle Teams verwenden einen sogenannten Tripmeter, wie den auf unserem Foto abgebildeten Brantz 2. Das Gerät zeigt gleichzeitig die gesamte Fahrstrecke und die Entfernung seit dem zuletzt zurückgesetzten Wegpunkt an. Nach jeder Abzweigung kann der Beifahrer die Teilstrecke wieder auf null stellen und so die Entfernungsangaben des Roadbooks wesentlich präziser nachvollziehen. Für gelegentliche Teilnehmer gibt es auch Smartphone-Apps wie „Rally Tripmaster“ oder „Rally Tripmeter“. Sie übernehmen mithilfe des GPS-Signals im Prinzip die gleiche Funktion wie das Gerät. Eine App ist schnell installiert und für eine zwanglose Ausfahrt meist vollkommen ausreichend. Ein fest eingebauter Rallye-Tripmeter arbeitet hingegen zuverlässiger, lässt sich während der Fahrt einfacher bedienen und bleibt auch dort einsatzfähig, wo der GPS-Empfang einmal schwächelt. Gleichgültig, ob App oder Profi-Gerät: Der Tripmeter zeigt nicht den Weg bzw. die Route wie ein Navigationsgerät an, sondern hilft dabei, die Hinweise im Roadbook, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, zu erkennen.

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Dreh- und Angelpunkt Schöre

Start, Ziel und geselliger Mittelpunkt der Spaßrallye Bodensee war, wie bereits seit vielen Jahren, der Brauereigasthof Schöre in Dietmannsweiler bei Tettnang. Eine sehr gute Wahl, die kaum passender ausfallen kann. Denn hier, mitten im ländlich geprägten Tettnanger Oberland, beginnt das Grün praktisch unmittelbar hinter dem Gasthof. Zugleich bietet die Schöre all das, was ein solcher Rallyetag organisatorisch benötigt: ausreichend Raum für die teilnehmenden Fahrzeuge, einen großzügigen, extra reservierten Parkplatz und eine Gastronomie, die auch eine Gesellschaft von rund hundert Personen nicht aus der Ruhe bringt. Der traditionsreiche Familienbetrieb ist nicht nur ein reizvoller Ausgangspunkt, sondern auch ein ausgesprochen funktionaler Ankerplatz für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Der Brauereigasthof verbindet Landwirtschaft, Brauhandwerk und schwäbische Gastlichkeit unter einem Dach. Das Fleisch stammt unter anderem von eigenen Rindern und Schweinen, die Wurstwaren werden im Haus hergestellt, und auch das Bier kommt aus eigener Produktion. Bei der Bierbrauung wird der Hopfen aus eigenem Anbau verwendet und sogar das Wasser kommt aus der hauseigenen Quelle. Serviert wird bodenständige schwäbische Küche; herzhaft, schmackhaft und in Portionen, nach denen niemand hungrig vom Tisch aufstehen muss.

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Das weitläufige Areal des traditionsreichen Brauereigasthof Schöre in Dietmannsweiler bei Tettnang bietet ausreichend Raum für die teilnehmenden Fahrzeuge der Spaßrallye Bodensee mit einen großzügigen, extra reservierten Parkplatz und Nebengebäuden für die Teilnehmeranmeldung sowie die Führerscheinprüfung. Zudem bietet der Gasthof eine Gastronomie, die auch eine Gesellschaft von rund hundert Personen nicht aus der Ruhe bringt. Eigenes Bier inklusive zu bodenständiger schwäbischer Küche.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Es ist tatsächlich nicht zwingend erforderlich, mit einem Klassiker an der Spaßrallye Bodensee teilzunehmen. Auch moderne Alltagsfahrzeuge sind bei der Tour willkommen. Das bietet einen gewissen Vorteil, beispielsweise bei ungewisser Wetterlage. Nachvollziehbarerweise ist nicht jeder Oldtimer für nasse Bedingungen ausgelegt. Viele Besitzer liebevoll gepflegter Klassiker, Cabrios und Sonntagsautos lassen eine Veranstaltung ohne Zögern aus, wenn ihr Schätzchen auch nur einen Tropfen abbekommen könnte. Dank des offenen Teilnahmeprinzips der Veranstalter kann ersatzweise der unempfindlichere Wagen genommen werden, um dennoch teilzunehmen. Schließlich hat man sich den Termin bereits seit Langem freigehalten. Es wäre also schade, wenn Petrus dazwischenfunkt.

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Das Anmeldeteam und die Chefin - sie sorgten für die Ordnung, die wichtig ist, damit alles zusammen passt. Wie man dem Foto entnehmen kann in bester Stimmung - von links nach rechts: Mary als Teilnahmeprüferin, Susanne für die Ausgabe und Nina zuständig für die Kasse, stehend Cathie, die langjährig erfahrene Veranstaltungsleiterin der Spaßrallye Bodensee.

Wer teilnehmen möchte, muss selbstverständlich im Besitz eines gültigen Führerscheins sein sowie über ein fahrtüchtiges, straßenzugelassenes Fahrzeug und entsprechend gültige Fahrzeugpapiere verfügen. Bei der Anmeldung vor Ort müssen ein Haftungsverzicht akzeptiert und eine Datenschutzerklärung unterzeichnet werden. Die Startgebühr beträgt 40 Euro pro Fahrzeug. Empfehlenswert sind außerdem ein Klemmbrett samt Kugelschreiber für die Bordkarte, Getränke für die Fahrt, eine Sonnenbrille und Sonnenschutz. Bei Cabrios gehören bestenfalls auch eine Kappe oder ein Hut zur Ausrüstung. Und wenn Petrus doch noch die Schleusen öffnet, ist auch entsprechende Regenkleidung eine gute Empfehlung, damit man beim Aussteigen aus dem Wagen und beim Bewältigen der verschiedenen „Herausforderungen“ einigermaßen trocken bleibt. Da Petrus jedoch gut gesonnen war, kam die Regenausrüstung erfreulicherweise nicht zum Einsatz.

Im Minutentakt auf die Tour

Nach der Begrüßung und Fahreransprache durch Cathi Brugger ging es pünktlich um 13:31 Uhr auf die Spaßrallye-Tour. Im Minutentakt rollte ein Fahrzeug nach dem anderen vom Parkplatz hinter dem Brauereigasthof Schöre hinaus in die abwechslungsreiche Wald-, Wiesen- und Hügellandschaft rund um Tettnang, Ravensburg und Friedrichshafen. Vom Klassiker bis zum modernen Fahrzeug war vieles vertreten. Insgesamt präsentierte sich ein illustrer Fahrzeugmix: Ford, Porsche, Mercedes, Volvo, NSU, Fiat und VW, um nur einige zu nennen.

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Zwischen Plan und Praxis

Wir von Lakeside Cinematics durften die Spaßrallye von morgens bis abends begleiten. Selbstverständlich hatten wir uns im Vorfeld einen Plan zurechtgelegt, wie wir arbeiten und möglichst viele Facetten des Tages in Bildern und Filmsequenzen festhalten wollten. Doch bekanntlich ist jeder Plan zunächst einmal Theorie, die Praxis schreibt ihre ganz eigenen Regeln. Der Teufel steckt nicht selten im Detail. Klar ist, dass sich ein solches Ereignis nur bedingt planen lässt, man weiß sozusagen nie was einen erwartet.

Bereits nach wenigen Kilometern war es vorbei mit unserem Plan A. Doch wir sind ja auch nicht von gestern, weshalb wir zu Plan B übergingen. Die Koordinaten der meisten Aufgabenstationen hatten wir im Vorfeld von der Organisatorin Cathi Brugger erhalten. So fuhren wir einige der Aufgabenstationen direkt an, ohne die Umwege über die sich durch das Hinterland schlängelnden Straßen zu nehmen. Dadurch konnten wir leider nicht den ganzen Reiz der mit viel Liebe ausgewählten Route genießen. Die Direktfahrten sparten uns jedoch Zeit, sodass wir schlussendlich an mehr als der Hälfte der Aufgabenorte zum passenden Zeitpunkt ankamen. Und bei der letzten Aufgabe erwischten wir tatsächlich noch die letzten Fahrzeuge, mit denen wir dann auch am Zielort, der ja auch der Startort war, beim Schöre in Tettnang, ankamen.

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Vom organisatorischen Prozedere am Morgen über die Willkommensansprache bis hin zur Siegerehrung war für uns weitgehend klar, welche Momente wir begleiten und festhalten wollten. Der wesentlich unberechenbarere Teil begann jedoch mit der eigentlichen Fahrtroute, ähnlich wie bereits knapp vier Wochen zuvor bei unserer Begleitung der 29. Lindau Klassik. Unser Plan A bestand darin, während der Rallye gewissermaßen im Fluss des Geschehens zu bleiben. So hatten wir uns vorgenommen, den Teilnehmerfahrzeugen zu folgen. Dieser Plan war zuvor auch mit der Rallyeleitung besprochen worden. Auf diese Weise wollten wir zum einen die Eindrücke entlang der Strecke einfangen und zum anderen rechtzeitig an den verschiedenen Aufgabenstationen eintreffen, um dort die Szenerie durch unsere Linsen festzuhalten. Doch wie bereits erwähnt: So weit die Theorie. In der Praxis stellte sich rasch heraus, dass einige der Fahrzeuge, denen wir folgten, nicht den richtigen Weg einschlugen. Dass dieses Risiko naturgemäß bestand, war uns klar. Dass es jedoch bereits nach den ersten Kilometern eintreten würde, hatten wir nicht wirklich erwartet. Jedenfalls ließen auch wir uns dadurch verwirren. Hinzu kam, dass uns keineswegs alle Zeit der Welt zur Verfügung stand. Wir mussten darauf achten, die geplanten Routenpunkte der Aufgabenetappen so anzufahren, dass wir dort auch tatsächlich noch etwas von der jeweiligen Szenerie einfangen konnten.

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Unsere theoretische Planung

Die Formel unserer theoretischen Planung lautete: gut 30 Fahrzeuge, neun Aufgabenstandorte, also rund 3,5 Fahrzeuge pro Standort. Anders ausgedrückt: Wenn wir es schaffen würden, an jedem Standort drei bis maximal vier Teilnehmer fotografisch und filmisch zu begleiten und uns anschließend immer an das letzte dieser Fahrzeuge anzuhängen, sollten wir bei der neunten Aufgabe gemeinsam mit dem 27. bis 30. Fahrzeug eintreffen. Was aber, wenn die Fahrzeuge vor uns falsch fahren? Eine Lösung wäre gewesen, selbst das Roadbook zu beachten. Dadurch wären wir jedoch in mehrfachen Stress geraten, weshalb wir darauf verzichteten. Somit war im Prinzip von Anfang an klar, dass wir Plan A nur so lange verfolgen konnten, bis wir verlorene Zeit wieder gutmachen mussten. Plan B, die Google-Maps-Koordinaten der Aufgabenorte, hatten wir in der Tasche beziehungsweise auf dem Handy. Diese hatten wir einige Tage zuvor, teilweise sogar erst am Vorabend, von der Organisationsleitung erhalten. Womit wir nicht gerechnet hatten, war, dass Plan A bereits nach Aufgabe 2 dem Plan B weichen musste. Bei Aufgabe 4 waren wir sozusagen wieder bei Plan A angelangt. Dieser ging jedoch ebenfalls nicht mehr auf, weil wir uns dort zu lange aufhielten. Also hieß es erneut: Plan B – und damit eine oder sogar zwei Aufgaben zu überspringen. Bei Aufgabe 7 waren wir wieder bei Plan A. Allerdings warteten wir dort lange auf weitere Fahrzeuge, sodass wir auch Aufgabe 8 auslassen mussten und erneut Plan B zum Einsatz kam. Erst bei Aufgabe 9 waren wir wieder im Plan, und so trafen wir tatsächlich gemeinsam mit dem letzten Fahrzeug am Ziel ein. Was sagt uns das? Plan A war unsere Hoffnung, Plan B unser Rettungsanker, dazwischen lag sozusagen das „Abenteuer“.

Fotogalerie zu unserem Bericht

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Klaus Brugger, der Mann von Cathi, ist ebenso ein erfahrener Profi in Sachen Rallye und Oldtimer. Hier erklärt er Anfängerinnen, die zum ersten mal an der Spaßrallye teilnehmen, das sogenannte Roadbook. Die Sachkenntnis des elementaren Wegbegleiters ist vor allem für den Beifahrer enorm relevant.

Spiel, Spaß und Punkte

Soweit, so gut. Werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen. Die Spaßrallye ist insofern etwas Besonderes, als es nicht darum geht, vorgegebene Zeiten einzuhalten. Wie der Name bereits vermuten lässt, steht der Spaß an der Sache im Mittelpunkt. An bestimmten Punkten entlang der Route warten verschiedene Stationen, die es zu bewältigen gilt. Insgesamt sind elf Stationen zu absolvieren, neun davon entlang der Rallyeroute. Jede besitzt ihren ganz eigenen, heiteren Charakter. Der abwechslungsreiche Mix verlangt Geschicklichkeit, Wissen und Gespür. Bei jeder Station werden Punkte vergeben. Bei manchen ist es von Vorteil, möglichst wenige Punkte zu erzielen, bei anderen hingegen so viele wie möglich.

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Viele Aufgaben, viel Vergnügen

„Fahrschule“, „Was schwimmt“, „Heißer Draht“, „Basketball“, „Lindenopfer“, „Bierrutsche“, „Holznageln“ und „Mohrenkopf“ waren diejenigen Aufgabenstationen, die wir mit unseren Kameras begleiten konnten. Die erste und die letzte fanden direkt am Start- und Zielort statt. Von den neun Aufgaben entlang der Strecke konnten wir somit sechs „mitnehmen“. Gar nicht so schlecht. Ich beschreibe nachfolgend einen Teil davon etwas ausführlicher. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass mich der besondere Charme der jeweiligen Aufgabe und ihres Schauplatzes dazu verleitet hat, stellenweise etwas tiefer ins Detail zu gehen. Der Grund dafür hängt vor allem mit dem Charakter der Veranstaltung selbst zusammen: Nicht die Zeitnahme spielt die entscheidende Rolle. Das eigentliche Erlebnis der Spaßrallye Bodensee besteht vielmehr aus den Aufgaben und den Wegen, die zu ihnen führen.

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Aufgabe 1 – Fahrschule

Beginnen wir mit Aufgabe 1, die noch vor dem Start bewältigt werden musste: einer Fahrprüfung. Einen vierseitigen Fragebogen galt es, möglichst fehlerfrei auszufüllen. Wer diese Prüfung nicht schafft, bekommt den Führerschein entzogen, betonte Klaus Brugger immer wieder, womit er natürlich nur Spaß machte. Denn wäre es ernst gewesen, wären vermutlich kaum noch Fahrer übrig geblieben, die an der Rallye hätten teilnehmen dürfen. Ich selbst habe die Fragen kurz überflogen und möchte mich zu meinem möglichen Ergebnis an dieser Stelle lieber ausschweigen. Doch wie Sie als Leserinnen und Leser vermutlich nachvollziehen können, wäre eine theoretische Führerscheinprüfung für uns alle eine Herausforderung mit dem realen Potenzial, daran zu scheitern. Jedenfalls grübelten die meisten, besser gesagt alle über den Prüfungsfragen. Die Prüfung wurde aufmerksam überwacht, sodass beispielsweise einer der Prüflinge, der auf die Idee kam, sich digitale Schützenhilfe bei Google zu holen, freundlich darauf hingewiesen wurde, das Handy nicht zu Hilfe zu nehmen. Auch wenn einem der Führerschein nicht tatsächlich abgenommen wurde, floss das Prüfungsergebnis schließlich in die Gesamtbewertung aller Aufgaben ein.

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Aufgabe 4 – Heißer Draht

Wir waren zwar bei Aufgabe 2, „Was schwimmt“, angekommen, hatten durch die ersten Wegstreckenverwirrungen jedoch nicht wirklich viel davon mitbekommen. Aufgabe 3, „Gleichmäßigkeit“, mussten wir in der Folge überspringen und ohne Umschweife den direkten Weg zu Mission 4 nehmen: dem „Heißen Draht“. Besonders hervorzuheben ist diese Station, weil sich die Szenerie rund um den Aufgabenstandort wirklich sehr schön gestaltete. Auf dem Weg dorthin, in der Nähe von Ottershofen, rollt man auf vier Rädern durch eine weitläufig vom Hopfenanbau geprägte Landschaft – das Hinterland zwischen Ravensburg und der Hopfenstadt Tettnang. Nebenbei erwähnt, ist die offizielle Zusatzbezeichnung „Hopfenstadt“ kein Scherz. Die Stadt Tettnang darf sie tatsächlich seit Kurzem, genauer gesagt seit dem 1. Dezember 2025, führen. Höchst passend, wenn man bedenkt, dass die Tettnanger Region, teilweise bis in das Ravensburger Hinterland hineinreichend, das zweitgrößte Hopfenanbaugebiet Deutschlands darstellt.

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Kurzum, die Landschaft, soweit das Auge reicht grün und wunderschön. Die Sonne scheint, die Straße zum Aufgabenpunkt zieht sich schmal und geschlungen durch die Natur, die gesäumt ist von in die Höhe gewachsenen Hopfenplantagen. Ein Fahrzeug nach dem anderen tuckert am Aufgabenstandort ein und die Fahrer parken ihr Vehikel seitlich der schmalen Straße. Es füllte sich und so wurde in der Reihenfolge der Ankömmlinge die Geschicklichkeitsprüfung abgehalten. Auffallend war, dass die Fahrerchronologie, sprich die Startnummern, bereits bei dieser, erst 4. Aufgabe überhaupt nicht mehr in ihrer Reihenfolge stimmten. Wenn man berücksichtigt, dass ein Überholen auf der Route im Prinzip nicht oder nur selten gegeben ist, wird somit klar, dass sich das Fahrerfeld nur aus einem einzigen Grunde so enorm verzwirbelt hat: Es sind ziemlich viele, ziemlich häufig, falsch gefahren.

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Die beiden Betreuer, zwei eines 20-köpfigen Teams, sichtlich gut gelaunt beim "Heißen Draht"-Standort. Die herrliche Gegend, das schöne Wetter und die ebenso gutgelaunten Teilnehmer und der Spaßfaktor der Rallye trugen mit Sicherheit einen großen Teil zu ihrer guten Stimmung bei.

Zurück zur Aufgabe: Der „Heiße Draht“ ist ein Geschicklichkeitsspiel, dessen Gerät im Übrigen vom Wasserburger Oldtimerclub e. V. stammt, der der Spaßrallye Bodensee in gewisser Weise als Pate beiseite steht. Cathi und Klaus Brugger sind langjährige Mitglieder des WOC, wie der Verein, in dem auch meine Person Mitglied ist, in Kurzform genannt wird. Beim „Heißen Draht“ muss mit entsprechend hoher Konzentration ein Stab mit einer Metallöse und möglichst ruhiger Hand entlang eines gebogenen Drahtverlaufs geführt werden. Die besondere Herausforderung besteht darin, den Draht mit der Metallöse möglichst nicht zu berühren. Kommt es zu einem Kontakt zwischen Metallöse und Draht, ertönt ein Signal. Bei dieser Aufgabe wurde kein Zeitfenster vorgegeben, was die Lage etwas entspannte. Allerdings galt jeder ausgelöste Signalton als Punkt. Je weniger Punkte, desto besser. Eines bleibt noch festzuhalten: Es war beinahe magisch. Sobald sich die Teilnehmer mit dem Stab in der Hand durch die Windungen des Drahtes bewegten, wurde es unter den umstehenden Menschen still. Zum einen beobachteten sie das kleine Spektakel ganz genau, schließlich würden sie selbst bald an die Reihe kommen. Zum anderen nahmen sie Rücksicht, damit sich die Person, die gerade an der Reihe war, konzentrieren konnte. Eine tolle Geste, die von Respekt und Rücksichtnahme zeugte, wie wir dies persönlich befinden. Tatsächlich gab es einige Personen, bei denen das Berührungssignal nur sehr selten ertönte, bei manchen sogar überhaupt nicht. Bei anderen hingegen wurde die Hand mit jedem Signalton ein wenig zittriger, sodass es mitunter gleich mehrfach hintereinander tönte.

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Ein ruhiges Händchen muss man schon haben, damit man nicht an den Draht kommt und damit das Summersignal auslöst. Unter kritischer Beobachtung des Standorthelfers muss die Konzentration aufrecht gehalten und versucht werden möglichst wenig Fehler zu machen. Denn für jedes Signalgetöne gibt es einen Negativpunkt.

Aufgabe 6 – Basketball

Aufgabe 5 „Bilder“ mussten wir aus zeitlichen Gründen auslassen, ansonsten hätten wir den Anschluss ans Fahrerfeld verpasst. Den Weg zu Aufgabe 6 „Basketball“ haben wir somit durch eine Querfahrt abkürzen müssen. Die Aufgabe selbst ist einfacher als zuvor zu erklären; ein kleiner Ball in einem Tuch ist aus ca. 2 Meter Entfernung in einen Korb bzw. Eimer zu werfen. Man nennt solch ein Konstrukt auch Schweifball. Etwas den Arm schwingend, mit Augenmaß und Abstandsgefühl aus der Hand werfend, den Schweifball in einem, durchaus nicht zu klein bemessenes, Behältnis zu versenken. Viermal an der Zahl, jedes einkorben gibt einen Punkt zugute. An dieser Stelle zu erwähnen ist, dass alle Aufgaben sowohl vom Fahrer als auch von seinem Beifahrer ausgeführt werden müssen. Eine Ausnahme gibt es dann, wenn der Beifahrer eine körperliche Einschränkung hat, die es nicht ermöglicht die Aufgabe ausführen zu können. In diesem Fall muss der Fahrer übernehmen.

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Fotogalerie zu unserem Bericht

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Aufgabe 7 – Frage Lindenopfer

Die Aufgabe 7 war hinsichtlich der Aufgabenstellung recht einfach – vorausgesetzt, man hatte diesen Aufgabenpunkt überhaupt mit seinem Fahrzeug gefunden. Es musste die Frage beantwortet werden: „Wann fiel die Linde einem heftigen Sturm zum Opfer?“ Im Zusammenhang mit dieser Aufgabe möchte ich Folgendes besonders hervorheben: Man stelle sich vor, man gleitet mit seinem Fahrzeug über eine schmale Landstraße, vorbei an weitläufigen Hopfengärten, deren hohe, dicht bewachsene Reihen wie grüne Säulen Spalier stehen. Gemächlich führt der Weg einer Anhöhe entgegen, während sich die Straße Meter für Meter dem Horizont entgegenhebt. Am höchsten Punkt angelangt, dem „Aussichtspunkt am Hopfenpfad“, eröffnet sich die Landschaft vollkommen unvermittelt: Vor einem breitet sich ein Panorama von solcher Weite und Schönheit aus, dass einem für einen kurzen Moment beinahe der Atem stockt. Der Blick schweift über sanft geschwungene Hügel, grüne Wiesen und die stille Weite des Umlandes, bis sich in der Ferne der Bodensee wie ein silbern schimmerndes Band in die Landschaft legt. Auf der zur Aussicht zugewandten Seite lädt eine große Wiese mit Bank- und Tischgarnituren sowie großen Steinblöcken zum Verweilen und Genießen ein. Auf der anderen Seite steht die junge „Linde am Hopfenpfad“, die vor zwei Jahren anstelle jener Linde gepflanzt wurde, die ein Jahr zuvor einem heftigen Sturm zum Opfer gefallen war. Auf dem Schild vor der Linde steht Folgendes geschrieben: „Die Linde gilt als Symbol für Gerechtigkeit, Liebe, Frieden und Heimat sowie als Platz für die Gemeinschaft.“ 

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Der Aussichtspunkt am Hopfenpfad: Ein Panorama mit Weite und Schönheit. Der Blick schweift über sanft geschwungene Hügel, grüne Wiesen und die stille Weite des Umlandes, bis sich in der Ferne der Bodensee wie ein silbern schimmerndes Band in die Landschaft legt.

Welch schöne Beschreibung auf dem Schild vor der jungen Linde, die mich dazu veranlasst, an dieser Stelle noch ein wenig weiter über diese Örtlichkeit auszuholen: Der Hopfenpfad bildet zugleich die eindrucksvolle Kulisse für ein Ereignis mit inzwischen 30-jähriger Geschichte, das sich alle zwei Jahre, jeweils am ersten Sonntag im August, wiederholt. In diesem Jahr findet es bereits in wenigen Tagen statt, am Sonntag, dem 2. August 2026, von 10:00 bis 18:00 Uhr. Beim „Tettnanger Hopfenwandertag“ werden Tausende Besucher zwischen Bierdörfern, Musik und regionalen Genüssen unterwegs sein. Aus dem stillen Weg durch das grüne Gold der Region wird für einen Tag eine vier Kilometer lange Festmeile der Hopfen- und Braukultur. Beim zweiten Hopfenwandertag im Jahr 1998 wurde die mehr als vier Kilometer lange „längste Bierbank der Welt“ in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Der reguläre Tettnanger Hopfenpfad ist als Rundweg knapp acht Kilometer lang. Das eigentliche Fest konzentriert sich auf den ungefähr vier Kilometer langen Abschnitt zwischen Tettnang und Siggenweiler. Ob Sie an dem Fest irgendwann einmal teilnehmen oder nicht: In jedem Fall ist dieser Hopfenweg rund um den „Aussichtspunkt am Hopfenpfad“ eine ausdrückliche Empfehlung für alle, die noch nie dort waren und einen schönen Autoausflug, verbunden mit einer grandiosen, nicht allzu schwierigen Wanderung, planen.

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Aufgabe 9 – Bierrutsche

Erneut mussten wir leider eine Aufgabe auslassen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Somit fiel Aufgabe 8, „Reifen“, unserem Zeitdruck zum Opfer. Aufgabe 9 harmonierte herrlich mit der Biertradition der Gegend. Ein leerer Bierkrug musste mit dosiertem Schwung über ein Brett nach vorne geschoben werden und dabei so nah wie möglich an dessen Ende gelangen. Am Ende der Bierrutsche zeigte eine eingezeichnete Skala an, wie weit der Bierkrug vom Endpunkt entfernt war. Berührte er das Brettende, gab es keinen Punkt. Ebenso wenig, wenn er vor der Skala stehen blieb. Es war also einiges an Feingefühl gefragt. Ein erster Versuch durfte noch dem Kennenlernen von Brett, Krug und Gleitverhalten dienen, danach wurde es ernst.

Zwei Personen bei der Vorbereitung eines Rennbahnsystems in einer Halle

Aufgabe 10 – Holznageln

Aufgabe 10 ist einfach erklärt: Ein Hammer, ein Nagel, ein Holz. Ein Fahrer bzw. Fahrerin, ein Beifahrer bzw. Beifahrerin. Mann wie Frau nehme den Hammer in die eine Hand, den Nagel in die andere. Den Nagel am Holze ansetzen und mit dem Hammer darauf hauen. Ziel war selbstverständlich der Nagelkopf und möglichst nicht die eigene Hand. Dieser sollte mit wenigen Schlägen bündig in das Holzstück eingetrieben werden. Je weniger Hammerschläge, desto besser. Jeder Schlag der benötigt wird verschlechtert das Ergebnis, genauso wie bei „Heißer Draht“, wo jede Berührung des Drahtes einen Negativpunkt ergibt. 

Mann mit Hammer schlägt auf einen Holzklotz während Spaßrallye Bodensee 2026

Wir möchten uns an dieser Stelle höflich bei denjenigen entschuldigen, die gerne noch die anderen Aufgaben beschrieben bekommen hätten. Zu unserer „Verteidigung“ möchten wir erklären, dass sich ein solches Event trotz guter Vorbereitung in der Praxis fast nie so abbilden lässt, wie es in der Theorie geplant war. Leider können wir nicht alles festhalten, was die Veranstaltung bietet. Selbstverständlich lernen wir bei jedem Event aus seinen jeweiligen Besonderheiten hinzu, sodass es bei einer erneuten Teilnahme nur besser werden kann.

Aufgabe 11 – Mohrenkopf

Zu Aufgabe 11: Die Beschreibung verlangt mir zunächst etwas sprachliches Fingerspitzengefühl und eine kurze Erläuterung ab. Das liegt jedoch weniger an der recht einfach zu erklärenden Aufgabe selbst als vielmehr an ihrer Namensgebung, die - sagen wir es einmal so - bei dem einen oder anderen Zeitgenossen für Missstimmung sorgen kann: „Mohrenkopf“. Eine Bezeichnung, die für das bekannte, mit Schokolade überzogene Schaumgebäck nachweislich seit mindestens 130 Jahren verwendet wird. Dass der Ausdruck problematisch ist, wird öffentlich besonders seit den 2010er-Jahren diskutiert. Seit 2012 wird das Wort im Duden mit dem Hinweis geführt, dass die Bezeichnung als diskriminierend empfunden werde. Entsprechendes gilt selbstverständlich auch für den Begriff „Negerkuss“. Dieter, der Erbauer der Abschussrampe für das Gebäck, reagierte auf meine Nachfrage ganz locker und freundlich: „Ich bin damit groß geworden!“ Damit meinte er nicht den reinen Verzehr der Dinger, sondern den seinerzeitigen Sprachgebrauch, den auch ich aus meiner Kindheit kenne. 

schaumkopf

Auch bei vielen anderen Menschen, die diese ältere Bezeichnung noch verwenden, dürfte eher Gewohnheit als eine abwertende Absicht dahinterstehen. Ob wir sprachlich stets alles so handhaben müssen, wie es der jeweilige Zeitgeist vorgibt, steht auf einem anderen Blatt. Ich tausche das vermeintliche „Unwort“ deshalb einfach gegen die sogar appetitlichere Bezeichnung „Schaumkuss“ aus. Kommen wir also zur Aufgabe: Mit einem Ball musste ein Auslöser getroffen werden, der daraufhin den „Schaumkuss“ über eine Rampe in Richtung des Teilnehmers katapultierte. Dieser hatte nun das heranfliegende Zuckergeschoss mit den Händen oder, wenn möglich, mit dem Mund aufzufangen. Was sich zunächst nach einem relativ leicht verdienten Süßigkeitengenuss anhört, konnte je nachdem, wie gefangen wurde, durchaus zu einer tückischen Herausforderung werden, die unter gewissen Umständen eine Gesichts- oder Handwäsche erforderlich machte. Der Unterhaltungswert dieser Aufgabe war jedenfalls für alle Beteiligten hoch, wobei längst nicht jeder Versuch von Erfolg gekrönt war. Die drei übrig gebliebenen Schaumküsse durften am Ende jedenfalls wir verdrücken.

Person spielt mit einem Ball unter einem Spielplatzdach auf der Spaßrallye Bodensee 2026

Die Siegerehrung

Der letzte Programmpunkt der Spaßrallye war, wie bei jeder Rallye, selbstverständlich die Siegerehrung. Doch am Ende durfte sich nicht nur die Spitze des Teilnehmerfeldes freuen. Dafür war ein Gabentisch mit einer Vielzahl an Geschenken vorbereitet worden: vom Akkuschrauber über Küchengeräte, Bücher und Spiele bis hin zu vielem mehr. Bei der Verkündung der Platzierungen hatte Cathi Brugger den Ablauf so gestaltet, dass sie ab Platz 4 bis hin zum letzten Platz jeweils mehrere Teilnehmer gruppenweise aufrief. Diese durften anschließend zum Gabentisch gehen und sich ein Geschenk aussuchen. Je besser die Platzierung, desto früher durfte am Gabentisch gewählt werden. Siegerpokale wurden an die ersten drei Plätze vergeben. Darüber hinaus gab es jeweils einen Teamwertungspokal für den Volvo Club mit fünf teilnehmenden Teams und für den WOC, den Wasserburger Oldtimer-Club, mit elf Teams. Der Pokal für den ersten Platz ging an Petra und Alexander Matt, die gleich doppelt abräumten, indem sie zugleich den Teampokal für den WOC erhielten. Platz 2 belegten Ralf und Diana Drews, Platz 3 ging an Maximilian Sugg und Steven Ellenburg. Den Teampokal für den Volvo Club durften Ralph und Kilian Eimannsberger entgegennehmen. Nicht nur die Geehrten selbst, sondern auch das Publikum freute sich sichtlich mit ihnen und spendete kräftigen, von Herzen kommenden Beifall.

Gruppe von Personen hält Pokale nach der 10. Spaßrallye Bodensee 2026
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Er hatte große Freude, gleich doppelt. Phillip ist erst seit ein paar Tagen der stolze Besitzer eines wunderschönen Ford Mustangs, den er bei der Spaßrallye Bodensee das erste Mal im „echten“ Einsatz hatte. Wir haben ihn auch aus dem Auto heraus gefilmt. Die Bearbeitung der Videos ist noch in Vorbereitung.

Ein Tag, der nachklingt

Cathi und ihr Team durften sich über viel Lob und große Anerkennung freuen. Nicht allein am Abend nach der Siegerehrung, sondern auch jetzt, während diese Zeilen entstehen. Seit den frühen Morgenstunden trifft in der WhatsApp-Gruppe eine Nachricht nach der anderen ein: persönliche Worte des Dankes, begeisterte Rückmeldungen und viele schöne Gedanken zu einem Tag, der bei den Teilnehmern ganz offensichtlich noch lange nachklingen wird. Auch wir von Lakeside Cinematics möchten an dieser Stelle unsere Begeisterung zum Ausdruck bringen. Diese besondere Art der Rallye versprüht einen unverwechselbaren Charme. Auch uns als Medienteam bleibt eine wunderbare Erinnerung an einen Tag, dessen besondere Atmosphäre uns noch lange begleiten wird.

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Des Veranstalters Worte

Auf meine Frage im Vorfelde an die Veranstalter, Cathi und ihr Mann Klaus, warum sie das alles auf sich nehmen, den ganzen Aufwand ohne jeden Profit, erhielt ich eine interessante und berührende Antwort von den beiden: Unsere kleine Spaßrallye hat sich rumgesprochen und ist ziemlich beliebt geworden. Wir machen keine einzigen Cent Profit, es ist sozusagen ehrenamtlich. Wir wollen unseren Teilnehmern eine Freude machen und genießen es einfach wenn sie Spaß dabei haben. Uns macht es auch jedes Mal großes Vergnügen. Einige  Teilnehmer kennen wir ja auch und so ist auch immer wieder ein schönes Wiedersehen. Die Leute haben einfach viel Freude dabei und das Ganze ist absolut zwanglos. Wir geben uns große Mühe und suchen wirklich schöne Strecken aus. So manche die mitgefahren sind, dachten sie kennen bereits das gesamte Hinterland. Doch sie wurden von unserer Tour-Route eines Besseren belehrt. Es geht bei uns vor allem darum, die Natur zu genießen, das was Oldtimerfahren eigentlich ausmacht. Auf unseren Strecken hat man oft einen herrlichen Blick in die Landschaft, stellenweise auf den Bodensee und in die Ferne.

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Ganz in ihrem Element, die Spaßrallye Bodensee Organisatorin Cahti. Sie hat auf die Schwenkfahne am Start verzichtet und jeden einzeln nochmal kurz abgefragt, ob alles in Ordnung ist und ganz persönlich viel Spaß gewünscht. Eine Leidenschaft für die Sache, die jeder spüren kann.

Weiter erklärten sie mir: Vor 12 Jahren, Corona abgezogen, haben wir damit begonnen. Heuer veranstalten wir dieses Spaßrallye also zum 10. Mal. Als wir damit begannen, waren nur ein paar wenige Fahrzeuge, sprich wenige Teilnehmer dabei. Irgendwann hat es einen Rumps gemacht. Dieses Jahr, wie auch die letzten Jahre, hatten wir bereits Ende Januar den Anmeldestopp mitteilen müssen. Bei 30 Fahrzeugen müssen wir einbremsen, doch wenn du so viele hast die mitmachen wollen, nimmst du halt den ein oder anderen auch noch mit. Oft fällt ja auch jemand kurzfristig aus. Das Fahrzeuglimit überschreiten wir im Prinzip nicht. Wir führen jedoch eine Warteliste. Wir könnten noch viele mehr teilnehmen lassen, wenn wir nicht die Auflage hätten.

 

 

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Wir sind die diesjährige Strecke viermal abgefahren, jeweils 80 Kilometer. Am Freitag vor dem Event mussten wir das Roadbook nochmals überarbeiten, weil einige Baustellen, die zuvor nicht vorhanden waren, eine Routenänderung notwendig machten. Den ganzen Aufwand und die Zeit die wir investieren, darf man nicht rechnen. Für die 20 freiwilligen Streckenposten und Helfer muss auch alles vorbereitet werden. Das ganze Equipment muss frühzeitig einsatzbereit hergerichtet werden. Die Sieger- und Trostpreise, sowie auch das Sonstige, wie die Versorgung der Helfer usw. kostet Zeit und Geld. Wir haben zwar einige Sponsoren und auch wenn jeder Teilnehmer eine Gebühr bezahlt, ist unser Verdienst gegen null, eher im Gegenteil. Unterstützt werden wir von Profis der Scuderia Humpis. In Person ist das Dieter Friesewinkel, er auch unser wichtiger Mann bei der Routenplanung ist und Raimund Keller. Zudem ist unser Rallye-Event beim ADAC Württemberg registriert und wurde offiziell genehmigt. Selbstverständlich sind wir mit unserer Veranstaltung auch versichert. Nicht zuletzt supportet uns der Brauereigasthof Schöre, deren Inhaber uns das Gelände zur Verfügung stellen, wo unsere Spaßrallye startet und endet. Sowie für das leibliche Wohl gesorgt wird. Ohne die Unterstützung aller derjenigen, wäre die Durchführung unserer Veranstaltung nicht möglich.

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Unser Fazit

Der „Laden“ war voll, bzw. musste die Anmeldung bereits zu Beginn des Jahres geschlossen werden, weil das erlaubte Teilnehmerlimit erreicht war. So wie wir an allen Punkten des Tagesverlaufes beobachten durften, waren die Teilnehmer allesamt richtig gut drauf, vom Start weg bis zum Zieleinlauf. Ob sich in den Fahrzeugen auch mal eine gewisse Nervenanspannung - aufgrund häufigeren Verfahrens - aufbaute, ist uns nicht bekannt, es ist jedoch anzunehmen. Doch dies wird sich mit Sicherheit vor allem deshalb in Grenzen gehalten haben, weil bei der Spaßrallye Bodensee keine Zeitnahme eingebaut ist. Dieser Faktor entspannt die Beteiligten doch um einiges.

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Levi, der Chef von Lakeside Cinematics mal im Schatten vor einem bezaubernden Volvo Amazon. Zu Beginn am Morgen war alles noch ganz entspannt. Wir haben viele Fotos geschossen und Videos gemacht. Doch als es auf die Rallyeroute ging, war alles anders. Wir hatten wirklich eine derartige Action, dass auch die zunehmende Sonne und Wärme uns etwas zusetzte. Aber wir von Lakeside Cinematics sind hart im Nehmen. Wir machen fast alles, damit es am Ende schöne Fotos, coole Videos und einen entsprechend würdigenden Bericht von uns gibt.

Der Gasthof Schöre war ein absolut gelungener Dreh- und Angelpunkt der gesamten Veranstaltung, weil er alles, was man für solch ein Event gerne hat, auch bietet: Am Morgen mit seinem großzügigen extra freigehaltenen Parkplatz der ideale Startort von dem aus der Rallyeausflug beginnen kann; am Nachmittag das Ziel und zudem ein Ort des Ankommens sowie eine toller Platz für die Siegerehrung. Auch die Nebengebäude für die Teilnehmeranmeldung sowie für die Führerscheinprüfung, sind allesamt am Platze vorhanden. Beim Brauereigasthof Schöre schloss sich der „Kreis“ beim verdienten Essen für alle, auch für die zwanzig ehrenamtlichen Helfer. So klang der Tag bei gemeinsamer und gemütlicher Geselligkeit dann auch aus.

 

Als ich Cathi zum Schluss der Spaßrallye fragte, ob Sie mit dem Tag zufrieden ist hat sie spontan beide Daumen hochgehoben: Super Teilnehmer, super Wetter, alles gut gelaufen.

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Der Dieter beim einweisen. Ein lustiger Mensch. Er nimmt es aber genau, wahrscheinlich weil es ein Porsche ist :-)

Spaßrallye Bodensee ist purer Spaß

Die Spaßrallye Bodensee wurde unserer Meinung nach ihrem Spaßfaktor mehr als gerecht. Mehrmals, als ich diesen Bericht verfasste, hat es mich zum Schmunzeln gebracht bei den Gedanken an das gestrige Erlebnis, das auch bei uns von Lakeside Cinematics noch in absolut positiven Sinne nachwirkt.

 

Vielen Dank an alle, dass wir dabei sein durften und an alle, die uns bei unserem Job unterstützt haben. 
Es waren so viele nette Leute, eine wahre Freude 😊

 

Lindau, den 27. Juli 2026
Michael Gfrerer
 

Fotogalerie zu unserem Bericht

Zu unserem jeweiligen Event-Bericht können unsere Fotos in der zugehörigen Fotogalerie angesehen und heruntergeladen werden. Die Fotos sind hochauflösend und urheberrechtsfrei für den privaten Gebrauch. Falls Fotos gewerblich genutzt werden - Print wie Web - bitten wir um den Quellverweis > Lakeside Cinematics <. Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
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Autor

Michael Gfrerer

Fotograf, Redaktion

+4915561558245