Unsere theoretische Planung
Die Formel unserer theoretischen Planung lautete: gut 30 Fahrzeuge, neun Aufgabenstandorte, also rund 3,5 Fahrzeuge pro Standort. Anders ausgedrückt: Wenn wir es schaffen würden, an jedem Standort drei bis maximal vier Teilnehmer fotografisch und filmisch zu begleiten und uns anschließend immer an das letzte dieser Fahrzeuge anzuhängen, sollten wir bei der neunten Aufgabe gemeinsam mit dem 27. bis 30. Fahrzeug eintreffen. Was aber, wenn die Fahrzeuge vor uns falsch fahren? Eine Lösung wäre gewesen, selbst das Roadbook zu beachten. Dadurch wären wir jedoch in mehrfachen Stress geraten, weshalb wir darauf verzichteten. Somit war im Prinzip von Anfang an klar, dass wir Plan A nur so lange verfolgen konnten, bis wir verlorene Zeit wieder gutmachen mussten. Plan B, die Google-Maps-Koordinaten der Aufgabenorte, hatten wir in der Tasche beziehungsweise auf dem Handy. Diese hatten wir einige Tage zuvor, teilweise sogar erst am Vorabend, von der Organisationsleitung erhalten. Womit wir nicht gerechnet hatten, war, dass Plan A bereits nach Aufgabe 2 dem Plan B weichen musste. Bei Aufgabe 4 waren wir sozusagen wieder bei Plan A angelangt. Dieser ging jedoch ebenfalls nicht mehr auf, weil wir uns dort zu lange aufhielten. Also hieß es erneut: Plan B – und damit eine oder sogar zwei Aufgaben zu überspringen. Bei Aufgabe 7 waren wir wieder bei Plan A. Allerdings warteten wir dort lange auf weitere Fahrzeuge, sodass wir auch Aufgabe 8 auslassen mussten und erneut Plan B zum Einsatz kam. Erst bei Aufgabe 9 waren wir wieder im Plan, und so trafen wir tatsächlich gemeinsam mit dem letzten Fahrzeug am Ziel ein. Was sagt uns das? Plan A war unsere Hoffnung, Plan B unser Rettungsanker, dazwischen lag sozusagen das „Abenteuer“.


































































